8 Gründe, wieso mir die The Witcher Serie so gut gefällt

by Philip
The Witcher (2019) © Netflix

Als bekennender Fantasy-Leser und Fan von Adaptionen als TV Serie oder Film bin ich immer wieder auf der Suche nach tollen neuen Material. Besonders hatte es mir in den letzten Jahren dabei die erfolgreiche und toll anzusehende Serie Game of Thrones, die auf der Romanvorlage Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin basiert, angetan. Zumindest bis zur 6. Staffel, denn ab da hatten die Autoren der Serie keine Vorlage mehr und haben mehr oder weniger die Karre in den Dreck gesetzt. Was eine herbe Enttäuschung.

Umso mehr war ich nach dem Ende von Game of Thrones auf der Suche, was es zumindest mit den Anfängen der TV Serie aufnehmen kann und da hat im vergangenen Dezember Netflix geliefert, denn die erste Staffel der TV Serie The Witcher ist erschienen. Die Serie basiert auf der Romanvorlage Die Hexer-Saga vom polnischen Autor Andrzej Sapkowski und ist, zumindest in Deutschland, vor Kurzem in einer Überarbeitung neu auf den Markt gekommen. Ich war neugierig und konnte nicht lange warten und musste einfach direkt die neue Serie auf Netflix streamen. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. In diesem Beitrag möchte ich euch einige Aspekte nennen, wieso mir die TV Serie so gut gefällt (zumindest bis jetzt). Gerne können wir in den Kommentaren auch über die Serie, die Romane oder die Spiele zu The Witcher diskutieren. Jetzt aber erst einmal viel Spaß beim Lesen meines Beitrags zur Serie The Witcher.


1. Der Plot

The Witcher (2019) © Netflix

The Witcher (2019) © Netflix

Die Serie beginnt ziemlich ruhig und entwickelt sich von Episode zu Episode kräftig weiter und gewinnt zusehends an Fahrt. Während man anfangs vor allem die Hintergründe der einzelnen Charaktere näher kennenlernt und vor allem bei Yennefer erfährt, wie sie zur so begabten Magierin geworden ist, begleitet man Geralt vor allem auf seinen Abenteuern, die ihn aufgrund seiner Hexer-Tätigkeit quer durch die Länder führt und auf Monsterjagd schickt.

Dadurch lernt man viele der Eigenarten der Charaktere kennen, wodurch man eine immer tiefergehende Beziehung zu diesen aufbauen kann.

Der Handlungsstrang von Ciri hingegen legt zwar einerseits einen Fokus auf den Charakter selbst, offenbart aber auch einen gesamtheitlichen Blick auf den eigentlichen Plot der Erzählung, worauf auch die Storylines von Geralt und Yennefer unweigerlich hinauslaufen. Bei Ciri ist vor allem die Story rund um den Angriff auf die Stadt Cintra von essenzieller Bedeutung, die unglaublich imposant und bildgewaltig in Szene gesetzt wurde. Die Ereignisse, die aufgrund dieses Überfalls von Nilfgaart auf Cintra losgetreten werden, bilden dabei die Grundlage (Hör die Vorgeschichte als Hörbuch*) für die eigentliche TV Serie und vor allem auch die weiteren Staffeln und Romane, denn eigentlich beginnt erst hier die Romanreihe Die Hexer-Saga*. Somit hat man ein riesigen Storyschatz, den es noch zu entdecken gibt.

Die Vielzahl an Handlungssträngen und Entwicklungen machen ungemein viel Spaß und machen vor allem neugierig auf all das, was uns noch erwarten wird.

2. Die Erzählweise

The Witcher (2019) © Netflix

The Witcher (2019) © Netflix

Okay, ich muss zugeben, dass ich anfangs überhaupt nicht durchgeblickt habe, was da überhaupt gerade Sache ist. Sehen wir jetzt drei Handlungsstränge, die parallel stattfinden oder zu gänzlich anderen Zeiten? Das war anfangs nicht klar, da es unzählige Eindrücke gegeben hat, die man erst einmal verarbeiten musste.

Nachdem sich aber der Schleier der Unwissenheit etwas gelichtet und man einen gewissen Durchblick erlangt hat, hat mir die Art der Erzählung unfassbar gut gefallen. Es war einfach toll mitzuerleben, wie die Handlungsstränge von Geralt, Yennefer und Ciri immer mehr miteinander verwoben wurden und letztlich zusammengeführt worden sind. Eine etwas konfuse aber im Verlauf ungemein tolle und unterhaltsame Art, diese Geschichte zu erzählen.

3. Abwechslungsreiche Kämpfe

Henry Cavill in The Witcher (2019) © Netflix

Henry Cavill in The Witcher (2019) © Netflix

Eines der zentralen Elemente der TV Serie The Witcher sind die vielen, sehr abwechslungsreichen Kämpfe, die wir vor allem an der Seite des Hexers Geralt erleben. Sei es ein Kampf gegen eine Striege, das sehr beeindruckende Duell mit Renfri oder die Schlacht um Cintra.

Die Kampfszenen sind dabei wundervoll inszeniert, choreografiert und so individuell gestaltet, dass man sich daran gar nicht genug satt sehen kann. Vor allem der Kampf gegen Renfri direkt am Anfang der TV Serie hat mir außerordentlich gut gefallen. Mittlerweile ist es in Hollywood Actionfilmen leider ein furchtbarer Brauch, jede Kampfszene ins unendliche zu zerschneiden, man hat kaum 1-2 Sekunden innerhalb einer Szene, bevor diese endet, ein Cut erfolgt und aus einer anderen Perspektive weitergefilmt wurde. Dadurch wirken diese Szenen nicht nur hektisch, sondern auch unplausibel, weil keine fließenden Abfolgen mehr vorkommen. Anders bei The Witcher, denn hier wird sich Zeit gelassen, flüssig erzählt und mittels ansehnlichen Choreografien ohne viel Schnitt ein Kampf dargelegt. Einfach eine Augenweide, die unfassbar viel Spaß gemacht hat!

4. Der Cast

Henry Cavill and Joey Batey in The Witcher (2019) © Netflix

Henry Cavill and Joey Batey in The Witcher (2019) © Netflix

Ich mache es kurz, ich liebe einfach den Cast zur TV Serie The Witcher. Ich finde, dass Henry Cavill als Geralt of Rivia die absolut perfekte Besetzung ist. Er ist mürrisch, kräftig und verkörpert diese Figur so, wie ich sie mir vorgestellt habe, auch wenn sie nicht ganz der Figur entsprach, die ich aufgrund des PS4 Spiels erwartet hatte. Trotzdem trifft diese Interpretation von Geralt genau meinen Geschmack.

Freya Allan als das „Löwenjunge“ und Kind der Überraschung Ciri ist ebenfalls hervorragend getroffen. Bisher recht unbekannt weiß die junge Schauspielerin trotzdem zu überzeugen. Ihre Art ist sympathisch und gleichzeitig etwas mythisch, was die noch verborgenen Fähigkeiten der jungen Magierin umso interessanter macht.

Auch Anya Chalotra als Magierin Yennefer ist perfekt besetzt. Die junge Schauspielerin muss in ihrer Rolle als Yennefer einiges in der TV Serie erdulden und zeigt dabei, wie wandlungsfähig und talentiert sie ist. Sie gibt sich tough, weiß sich zur Wehr zu setzen und versucht das zu bekommen, was sie will, wobei sie über alle Maßen ehrgeizig in Erscheinung tritt. Eine wahnsinnig tolle und interessante Figur!

Der heimlich Star ist aber vermutlich Joey Batey als Jaskier bzw. Rittersporn. Trotz lediglich vier Episoden ist er mir und vielen anderen Fans der TV Serie sehr ans Herz gewachsen, da er mit seiner loyalen und freundschaftlichen Art zu überzeugen weiß. Darüber hinaus ist sein Lied Toss a Coin to Your Witcher so ein schlimmer Ohrwurm, dass man gar nicht umhin kommt, an diese Figur zu denken.

5. Der Soundtrack

Joey Batey in The Witcher (2019) © Netflix

Joey Batey in The Witcher (2019) © Netflix

Wo wir gerade bei Rittersporn bzw. Toss a Coin to Your Witcher sind, der Soundtrack der TV Serie ist einfach stimmungsvoll und perfekt zur Serie abgestimmt. Es gibt so viele thematisch unterschiedliche Stücke auf dem Soundtrack, von geheimnisvoll über bedrückend bis hin zu stimmungsfrohen Liedern, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

So gelingt es in meinen Augen hervorragend, die sehr vielen unterschiedlichen Motive innerhalb der TV Serie einzufangen und mit der abgestimmten Musik noch beeindruckender wirken zu lassen.

6. Kameraarbeit, Inszenierung und Landschaft

The Witcher (2019) © Netflix

The Witcher (2019) © Netflix

In der Serie The Witcher wurde viel Wert auf tolle Aufnahmen gelegt. Es gibt unzählige Sets, die einen tollen Eindruck machen, aber wirklich zur Geltung kommt die TV Serie, wenn die Handlung uns in die Natur führt. So gibt es Aufnahmen aus verwunschenen, Urwalt-artigen Wäldern, wo sich Ciri im Wald Brokilon befindet, horizonterweiternde Aufnahmen, als man Geralt, Rittersporn und Yennefer auf Drachenjagd begleitet oder eine Strandaufnahme von Yennefer nach einem temporeichen Kampf, der ihre Verzweiflung offenbart, die so weit zu sein scheint, wie der projizierte Horizont selbst.

Es wird dabei nicht nur Wert auf tolle Aufnahmen gelegt, sondern auch, wie diese Aufnahmen sich in die eigentliche Story einbetten lassen. Es wirkt alles sehr natürlich und stimmungsvoll und dadurch fühlt man sich, trotz all der Monster, die uns vor Augen geführt werden, doch irgendwie daheim und mag diese Welt besuchen. Ich für meinen Teil bin beispielsweise im Sommer auf Gran Canaria und werde die Gelegenheit nutzen, einige der Drehorte der Serie zu besuchen, da mir die gesamte Arbeit unfassbar beeindruckt hat.

7. Kombination aus Action, Horror und Humor

Anya Chalotra in The Witcher (2019) © Netflix

Anya Chalotra in The Witcher (2019) © Netflix

Es geht doch nichts über ein kräftiges Hmmm, Fuck von Geralt, wenn mal wieder etwas nicht so läuft, wie er sich das vorgestellt hat, oder er mal wieder von Rittersporn genervt ist oder ihm einfach danach ist. Dies ist einfach jedes Mal aufs neue urkomisch und wirkt gerade durch die Verkörperung des Geralt durch Henry Cavill so sympathisch. Aber vor allem auch die sehr interessante Beziehung zwischen Rittersporn und Geralt ist für zahlreiche Schmunzler gut, was dazu beiträgt, dass die ansonsten eher ernste und düstere Stimmung einige humorvolle Lichtblicke bekommt.

Bei der Serie handelt es sich zwar nicht um eine Horror-Serie, aber dennoch kann sie mit einigen Schock- und Gruselmomenten punkten. Vor allem der Kampf gegen die Striege kommt mir dabei in den Sinn, die ein ums andere Mal für eine gruselige Überraschung gut gewesen ist. Aber auch die zahlreichen weiteren Kreaturen, die diese Welt bietet, sind teilweise echt zum fürchten. So muss sich Yennefer beispielsweise gegen ein sehr ekelerregendes Spinnenwesen (Mehr aus der Welt von The Witcher*) behaupten und an der Seite von Geralt gibt es zahlreiche weitere Kreaturen zu sehen.

Gerade diese Abwechslung aus Humor und zugleich düsteren Elementen ist so unterhaltsam an der TV Serie, was die Vielschichtigkeit nicht nur der Charaktere und der Handlung zeigt, sondern auch offenbart, wie groß diese Welt ist und wie viel es noch zu entdecken geben wird.

8. Gigantische The Witcher Welt abseits der Serie

Henry Cavill in The Witcher (2019) © Netflix

Henry Cavill in The Witcher (2019) © Netflix

Wie ich eingangs zu diesem Artikel bereits erwähnt habe basiert die TV Serie The Witcher auf der Romanvorlage von Andrzej Sapkowski.  Selbst wenn man die aktuelle Staffel zu Ende gesehen hat, heißt das nicht, dass man ewig auf neues Material zu Geralt, Ciri oder Yennefer warten muss, denn die Hexer-Saga des polnischen Autoren ist bereits komplett erschienen, inkl. der drei Vorgeschichtenbände. Damit hat man also noch jede Menge Material zu Lesen, um noch tiefer in diese Welt einzusteigen. Und wer nicht so gern liest, dafür aber gerne zockt, dem sei die Adaption für PC und Konsole ans Herz gelegt, denn The Witcher 3: Wild Hunt* zählt mit zu den besten Spielen der vergangenen Jahre. So kann man sehr schnell in den Genuss weiterer Abenteuer an der Seite des Hexers kommen. Und ja, das Beste ist einfach, dass die Reihe abgeschlossen ist und man nicht darauf vertrauen muss, dass die Autoren der Serie auf einmal irgendwelche komischen Dinge in die Handlung hineindichten und so das Gesamtwerk kaputt machen, wie es eben bei Game of Thrones geschehen ist…

Demnach bin ich insgesamt guter Dinge, freue mich sowohl auf die weiteren Staffeln der TV Serie The Witcher (Staffel 2 erscheint voraussichtlich 2021), das Lesen der Romane und auf weitere Abenteuer im Spiel für die Playstation 4. Hach, mein Fantasy-Herz geht mir bei The Witcher aktuell einfach auf <3

Habt ihr die The Witcher Serie auf Netflix bereits gesehen und wie hat euch diese gefallen? Habt ihr einen liebsten Charakter oder ist das eher nichts für euch?

Transparenz

Quellenangabe:
Die Bildrechte zur TV Serie The Witcher unterliegen Netflix. © Netflix 2019

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