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Rezension | Terra von T. S. Orgel

In der Zukunft hat sich die Erde in ein ökologisches Wrack verwandelt. Der Mond ist ein einziges Bergwerk, und alle Hoffnungen liegen nun auf der Besiedlung des Mars. Dessen Terraforming ist in vollem Gange, und mit Raumfrachtern werden die Rohstoffe des roten Planeten abtransportiert. Jak ist Mechaniker an Bord eines dieser vollautomatischen Frachter, der gerade mit zwei Millionen Tonnen Erz auf dem Weg zur Erde ist. Was er nicht weiß: Einer der Container ist vollgestopft mit Bomben. Und auch Jak hat ein paar Geheimnisse zu verbergen. Für ihn und seine Schwester Sal, die als Marshal auf dem Mond stationiert ist, beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um nichts weniger geht als um das Schicksal des Planeten Erde …

Meine Meinung zu Terra von T. S. Orgel

Das Brudergespann und Autorenduo T. S. Orgel hat sich nach zahlreichen Fantasyabenteuern an ein für sie gänzlich neues Setting gewagt. Die beiden Autoren haben Axt, Schwert und Magie für dieses Abenteuer an die Seite gelegt und es gegen die unendliche Leere des Weltalls eingetauscht, denn mit ihrem Roman Terra entführen uns die beiden in den Bereich bis zum Planeten Mars unseres Sonnensystems. Da ichin letzter Zeit vermehrt Science-Fiction Literatur lese und zu schätzen lerne, konnte ich bei dieser verlockenden Perspektive gar nicht wiederstehen!

Das Science-Fiction Abenteuer Terra ist im Heyne Verlag erschienen und entführt uns in ein Szenario in einer nahen Zukunft am Ende unseres jetzigen Jahrhunderts. Die Menschheit hat die Erde sehr stark ausgebeutet und kaputt gewirtschaftet. Damit die Menschheit, die wie gewohnt nicht aus den gemachten Fehlern lernen will, trotzdem eine reelle Überlebenschance hat, wurden sowohl der Mond als auch der Mars erschlossen, damit die dringend benötigten Ressourcen zur Existenzsicherung abgebaut werden können.

Der Mond dient primär als Miene und Zwischenstation für den Weiterflug zum Mars, während auf dem Mars selbst das Terraforming auf Hochtouren läuft, aber bei Weitem noch nicht abgeschlossen ist. Also keine sonderlich guten Aussichten für die Erde zurzeit.

In diesem sehr deprimierenden Szenario lernen wir zwei unterschiedliche Protagonisten kennen. Zum einen Sal, die als Marshal auf dem Mond lebt und arbeitet und zum anderen den Frachterpiloten Jak. Dieser befindet sich aktuell auf dem Rückflug vom Mars zum Mond und ist zudem noch der Bruder von Sal.

Als er bei einer Routinekontrolle seiner Fracht einer Bedrohung und Verschwörung auf die Spur kommt, ist er zwangsläufig auf Unterstützung von außerhalb angewiesen, kann aber so gut wie niemandem trauen. Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt.

Das Sci-Fi Abenteuer Terra hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichte wird von Seite zu Seite komplexer und erst nach einer ganzen Weile wird das komplette Ausmaß des eigentlichen Plots deutlich. So hat man zwar immer weider ein paar Vermutungen, kann aber erst im weiteren Verlauf alle Fäden verbinden und Licht hinters Dunkel bringen. Toll ausgearbeitet und mit zahlreichen Intrigen gespickt.

Die Charaktere haben diesen stimmigen Eindruck hervorragend ergänzt. Vor allem die Protagonisten sind dabei sehr individuell und obwohl Sal und Jak miteinander verwandt sind, haben beide nicht nur komplett verschiedene Lebenswege eingeschlagen, sondern auch ganz andere Vorstellungen von richtig und falsch. Dies macht das Zusammenspiel der beiden so interessant und unterhaltsam.

Da es sich um einen Science-Fiction Roman und nicht um eine Fantasygeschichte handelt, ist ein gewisses Maß an Technik notwendig. Hier fällt auf, dass das Autorenduo auch eine sehr gute Recherche an den Tag gelegt hat und viele komplexe technische Zusammenhänge in die Handlung eingearbeitet hat, wodurch die Geschichte zwar etwas techniklastiger geworden ist, aber auch durch logische Erläuterungen viel an Glaubwürdigkeit gewonnen hat. Das die Handlung zudem einige tagespolitische Themen wie Ressourcenausbeutung, Klimawandel und die Eroberung des Weltalls aufgreift, tun diesem Buch ebenfalls sehr gut!

Ein durchweg unterhaltsamer Roman, der mit einem schönen Erzählstil ein sehr kurzweiliges und spannendes Abenteuer präsentiert hat.

Fazit zum Buch Terra von T. S. Orgel

Ein gelungenes Science-Fiction Abenteuer in einem packenden Setting, angereichert mit abwechslungsreichen Charakteren und einer spannenden Story. Die beiden Autoren müssen sich, wie ihr Werk Terra zeigt, nicht hinter den Sci-Fi Größen aus dem englischsprachigen Raum verstecken. Gerne mehr davon!


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Handlung
7.5
Spannung
8
Charaktere
8.5
Schreib- und Erzählstil
9
Cover & Gestaltung
8

Summary

Total Rating

8.2

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Über die Autoren T. S. Orgel

Hinter dem Pseudonym T. S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. In einem anderen Leben sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter beziehungsweise Verlagskaufmann beschäftigt, doch wenn beide zur Feder greifen, geht es in fantastische Welten. Nach einer Reihe von Kurzgeschichten und elektronischen Veröffentlichungen erschien 2012 ihr erster gemeinsamer Roman »Orks vs. Zwerge«, für den sie im Oktober 2013 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt erhielten.

"Terra" von T. S. Orgel. (c) Heyne Verlag

(c) Heyne Verlag

Autor: T. S. Orgel
Übersetzung:
Verlag: Heyne Verlag
Genre: Science-Fiction
Preis: 14,99 € [Paperback] | ISBN-13: 978-3453319677
Einband, Umfang: Paperback, 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 12. November 2018
Reihe:

Kaufen/Weitere Infos zum Buch: amazon* | Thalia* | Heyne Verlag |

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Transparenz
Quellenangabe:
Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Terra von T. S. Orgel stammen aus dem Heyne Verlag
Transparenz:

Copyright Bilder Mond und Mars: NASA/JPL

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Philip

Philip schreibt seit März 2015 auf "Book Walk" über Fantasy, Dystopien und Jugendbücher, aber auch Interviews oder Veranstaltungen rund ums Buch sind auf seinem Blog Book Walk mit dabei. Dabei zeigt er euch seine Buchempfehlungen rund um fantastische Literatur: „Die Leidenschaft für das Fantastische fasziniert mich seit vielen Jahren und immer wieder stolpere ich dabei über ganz wundervolle Geschichten, Welten und Charaktere. Dies macht dieses Genre einzigartig für mich.“

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