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Seit dem letzten Ausflug in das Marvel Cinematic Universe ist es nun schon ein paar Monate her und mit Ant-Man and the Wasp bekamen wir einen Film, der nicht direkten Einfluss auf die aktuell brisante Avengers Geschichte hat, denn die Ereignisse spielten leicht vor bzw. parallel zu Avengers: Infinity War und lediglich der Abspannclip stellte einen Bezug zur aktuellen Geschichte her.

Einen ähnlichen Weg schlug nun auch der neuste Marvel Streifen ein, denn mit Captain Marvel erlebten wir vorrangig erst einmal eine Einführung eines neuen Charakters ins MCU, ähnlich wie es vor rund einem Jahr mit Black Panther geschehen ist. Der große Unterschied ist aber, dass Captain Marvel viele Verknüpfungen zu anderen Filmen herstellt und dadurch eine große Relevanz für das komplette Marvel Universum erhält.

Wie mir das neuste Marvel Abenteuer gefallen hat und wie sich die erste weibliche Superheldin mit einem eigenen Film im MCU geschlagen hat, verrate ich euch in dieser Filmreview.

Meine Meinung zu Captain Marvel

Carol Denvers alias Vers alias Captain Marvel ist die erste Marvel Superheldin, die einen eigenen Film bekommt. Zwar haben wir schon einige Protagonistinnen kennenlernen dürfen, bspw. Gamorra oder Black Widow, aber komplett alleine durfte bei Marvel noch keine losziehen. Dies ändert sich ab dem Jahr 2019, endlich!

Mit Carol Denvers lernen wir eine außergewöhnliche Protagonistin kennen, die sich als Kämpferin im Reich der Kree zurechtfinden muss. Ihr ist bewusst, dass sie über zahlreiche Fähigkeiten verfügt, aber sowohl die Herkunft dieser Kräfte noch das volle Potenzial sind ihr zu Beginn des Films noch nicht bewusst.

Marvel Studios' CAPTAIN MARVEL Carol Danvers/Captain Marvel (Brie Larson) Photo: Chuck Zlotnick ©Marvel Studios 2019

Marvel Studios’ CAPTAIN MARVEL
Carol Danvers/Captain Marvel (Brie Larson)
Photo: Chuck Zlotnick
©Marvel Studios 2019

Als ein Auftrag ihrer sogenannten Starforce an der Seite des Anführers, gespielt von Jude Law, schiefgeht, landet sie nach einem Absturz auf der Erde und zwar in den 90er Jahren. Anders als bspw. die Guardians of the Galaxy wird jetzt nicht mehr der Flair der 80er eingefangen, denn die 90er Jahre hatten auch einiges zu bieten.

So finden wir uns in einer Welt wieder, die uns noch wage in Erinnerung ist, wenn man zumindest in den 90er Jahren aufgewachsen ist. Videotheken an jeder Ecke, ein sehr eigenartiger Musikstil und Technik, die zwar funktioniert aber unendlich lange für Ladevorgänge benötigt. Da war man direkt in seine Kindheit und Jugend zurückversetzt, weil einfach so vieles vertraut war.

Doch bereits vor dem missglückten Einsatz verfolgten Vers kleinere Erinnerungsfetzen aus ihrer Vergangenheit, an die sie sich in Gänze aber nicht mehr erinnern kann. Doch diese Flashbacks lassen sie nicht los, sie hinterfragt alles und möchte von ihren Kree Mitstreitern Infos bekommen, doch beißt sie sich daran die Zähne aus. Erst als sie sich auf der Erde befindet, scheinen sich die Erinnerungsfetzen zu häufen und sukzessive entsteht ein größeres Gesamtbild, was Licht hinter das Dunkel bringen soll. Dabei kommt ihr Nick Fury, gespielt von Samuel L. Jackson gerade recht, welcher seine Anfänge als SHIELD Agent erlebt. Gemeinsam versuchen sie nicht nur, Vers’ Vergangenheit näher zu beleuchten, sondern auch die Bedrohung durch die Skrull abzuwenden, durch die Vers überhaupt erst auf der Erde gelandet ist.

Marvel Studios' CAPTAIN MARVEL Talos (Ben Mendelsohn) Photo: Chuck Zlotnick ©Marvel Studios 2019

Marvel Studios’ CAPTAIN MARVEL
Talos (Ben Mendelsohn)
Photo: Chuck Zlotnick
©Marvel Studios 2019

Der Film Captain Marvel hat dabei gleich mehrere Besonderheiten zu bieten. Als erstes da wäre natürlich die Protagonistin Vers selbst. Sie ist sich zwar stets bewusst, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt, ruht sich darauf aber zu keine Zeit aus. Sie versteckt sich nicht hinter ihrer Rüstung, sondern weiß sich auch so zur Wehr zu setzen. Sie ist selbstbewusst und tough und das gestaltet sie besonders liebenswürdig.

Diese besondere Einstellung von Vers kommt vor allem auch in der einzigartigen Beziehung zu SHIELD Agent Fury zum Vorschein. Beide Protagonisten sind zusammengenommen ein hervorragend gutes und sympathisches Team. Fury überzeugt mit dem für Samuel L. Jackson typischen Humor und vor allem auch durch seine noch große Unsicherheit als frischer SHIELD Agent, während Vers ihn etwas an die Hand nimmt und Fury den richtigen Weg weißt. Doch trotz ihrer Unterschiede oder gerade deswegen ergänzen sich beide so gut.

Das Samuel L. Jackson zum Filmdrehbereits 70 Jahre alt gewesen ist, merkt man ihm aufgrund der herausragend guten Bildbearbeitung überhaupt nicht. Hier wurde ganze Arbeit geleistet, sodass man zu keiner Zeit gemerkt hat, dass an dem präsentierten Nick Fury mit dem PC nachgebessert wurde. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie großartig der Film insgesamt anzusehen ist. Die Effekte sind stets auf allerhöchstem Niveau und machen einfach unfassbar viel Spaß beim ansehen. Aber auch die Tatsache, dass zahlreiche Figuren, insbesondere die Skrulls nicht computeranimiert worden sind sondern tatsächliche Masken bekommen haben, taten dem Film zudem sehr gut. Ein rundum stimmiges visuelles Bild, was uns präsentiert wurde.

Zudem hat der Film aber, wie könnte es für einen Marvel Film anders sein, auch jede Menge Action zu bieten. Die Auseinandersetzungen waren bildgewaltig und die passend zu den 90er Jahren gewählte Musikauswahl unterstrich die einzelnen Szenen gekonnt harmonisch.

Zwar finde ich es etwas schade, dass es zum einen keinen richtigen Endkampf gegeben hat, die Dramaturgie etwas zu kurz gekommen ist, da man nie richtig um Vers fürchten musste, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass man weiß, dass sie in Avengers: Endgame mit dabei ist. Zum anderen finde ich, dass Captain Marvel vergleichsweise zu große Kräfte bekommen hat und nach dem Gefühl Thanos alleine platt machen kann. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn das Gesamtbild war stimmig, sehr unterhaltsam und wirkte vor allem auch deutlich authentischer als beispielsweise ein übermächtiger Superman, den ich einfach nicht leiden kann.

Alles in allem war es aber ein echt tolles Abenteuer, Captain Marvel bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Die zahlreichen Rückblicke aus ihrer Vergangenheit rundeten ein ohnehin schon stimmiges Gesamtbild ab und der heimliche Star des Films, Goose, trug noch einmal enorm zum ohnehin schon stimmigen Humor des Films bei. Auch die vielen Referenzen zum Marvel Cinematic Universe, als Ausblick auf das was kommt oder auf Rückblicke auf das was war, waren fantastisch, wodurch ein Film entstanden ist, der einfach unfassbar viel Spaß gemacht hat. Brie Larson ist in meinen Augen die perfekte Besetzung und Captain Marvel aufgrund ihrer Eigenschaften eine meiner liebsten Heldinnen. Ich wünsche mir definitiv mehr von ihr und freue mich auf ihren Einsatz in Avengers: Endgame und auf alles, was danach kommt!

Fazit zu Captain Marvel

Captain Marvel ist einfach wundervoll anzusehen. Die Effekte überzeugen auf ganzer Linie, das Make-Up und die Kostüme sind großartig und der Humor stets an der richtigen Stelle gesetzt. Eine perfekte Einbindung ins MCU und das mit einer Superheldin, von der ich in Zukunft unbedingt mehr sehen möchte.

Wertung
8.5

Summary

Total Rating

8.5

Weiteres zum Film Captain Marvel

Filmtitel: Captain Marvel
Originaltitel: Marvel Studios’ Captain Marvel
Startdatum Deutschland: 07. März 2019
Regie: Anna Boden & Ryan Fleck
Cast: u.a. Brie Larson, Samuel L. Jackson, Ben Mendelsohn, Djimon Hounsou, Lee Pace, Lashana Lynch
Genre: Action | Sci-Fi
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Diskussionszeit zum Film Captain Marvel

Wie hat euch das erste Kinoabenteuer mit Captain Marvel gefallen? Was fandet ihr gut, was weniger? Verratet es mir gerne in den Kommentaren.

Anhang zum Beitrag

Quellenangabe:
©Marvel Studios 2019
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Philip

Philip schreibt seit März 2015 auf "Book Walk" über Fantasy, Dystopien und Jugendbücher, aber auch Interviews oder Veranstaltungen rund ums Buch sind auf seinem Blog Book Walk mit dabei. Dabei zeigt er euch seine Buchempfehlungen rund um fantastische Literatur: „Die Leidenschaft für das Fantastische fasziniert mich seit vielen Jahren und immer wieder stolpere ich dabei über ganz wundervolle Geschichten, Welten und Charaktere. Dies macht dieses Genre einzigartig für mich.“

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4 Comments

  1. Maren 17. März 2019

    Hey Philip!

    Ein super Fazit, bei dem ich dir komplett zustimme.
    Obwohl mir Vers am Ende auch etwas zu unbesiegbar war, hat mich der Film, entgegen meiner Erwartungen, vollkommen überzeugt.
    Ich freue mich jetzt wahnsinnig auf Endgame!

    Viele Grüße
    Maren

    Antworten
    1. Philip 19. März 2019

      Hallo liebe Maren,
      das ist ja schön, dass wir da beim Film einer Meinung sind :-) Ich bin auf jedne Fall echt gespannt, wie sie sich in Endgame schlagen wird. Die Vorfreude steigt :-)

      Liebe Grüße
      Philip

  2. Conny 19. März 2019

    Was für eine gute Filmreview. :) Ich habe sie einfach mal mit bei mir auf dem Blog verlinkt.
    Ich muss sagen, bei vielen Dingen bin ich bei dir, allerdings finde ich gerade die Anspielungen auf das MCU schwierig. Sollten es Zuschauer geben die die anderen Filme nicht geschaut haben, macht es einen sicherlich schwierig manchmal alles zu verstehen.
    Was mich überrascht hat, war dass du Recht hast, dass es tatsächlich nicht so einen richtigen finalen Kampf gab, bei dem man wusste, achso, könnte ja auch schief gehen! Weil wir hatten ja Endgame die ganze Zeit im Kopf. Obwohl sie völlig Overpowert erscheint, kann ich ihre Stärke und Macht noch nicht ganz nachvollziehen. Für mich war dieser Effekt, wieso sie überlebt hat und die Kraft aufgesaugt hat, irgendwie zu wenig. Es ist schließlich nur ein Infinity Stein gewesen und Thanos hat 5 :D
    Na wir werden sehen.
    LG Conny

    Antworten
    1. Philip 19. März 2019

      Hallo Conny, danke für das Lob zur Review und für deine Verlinkung! :-)
      Das mit den Anspielungen stimmt natürlich, aber ich bezweifle eben auch, zumindest für den Großteil der Kinogänger, dass man sich diesen Film ansieht ohne jemals auch nur einen anderen Marvel Film gesehen zu haben. Er funktioniert im Großen und Ganzen eben nur, wenn man das bisherige MCU im Hinterkopf behält, ansonsten gehts eben mit dem Verständnis gehörig schief. Daher habe ich dem Film direkt diese Vorkenntnisse unterstellt bzw. dem Wissen darum.
      Mit dem Infinity Stone hast du natürlich recht, aber zusammen mit Ant Man, der sich ja im Quantum Realm auskennt, welcher zumindest ansatzweise Parallelen zur Soul Stone Welt aufzeigt, sollte das schon irgendwie hinhauen gegen Thanos. Ich bin gespannt :-)

      Liebe Grüße
      Philip

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