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Es ist endlich soweit, Marvel betritt mit Ant-Man and The Wasp wieder die große Kinoleinwand, nachdem man den Zuschauer fassungs- und ratlos am Ende von Avengers 3 – Infinity War zurückgelassen hat. Der dritte Marvel Film in diesem Jahr ist, nachdem man im Februar den Black Panther und Wakanda näher kennenlernte und ein traumatisierenden Infinity War (zur Filmreview) im April mitlerlebte, nun der nächste Streich im großen Marvel Cinematic Universe. Ant-Man and The Wasp ist dabei der zweite Stand Alone Film rund um den Protagonisten Ant-Man sowie der dritte Auftritt des Helden insgesamt. Wie der Film im MCU einzuordnen ist, ob der Film einen Zusammenhang zu den Ereignissen in Infinity War herstellt und wie mir der Film gefallen hat, verrate ich euch in meiner neusten Filmreview.

Meine Meinung zu Ant-Man and The Wasp

Scott Lang (Paul Rudd) hatte in seiner Paraderolle als Ant-Man seinen letzten Auftritt innerhalb des Marvel Cinematic Universe im Film The First Avenger: Civil War im Jahr 2016, als er sich an der Seite von Cap und Co. gegen Iron Man und dessen Weggefährten gestellt hat. Allerdings wurde er nach dem Kampf am Leipziger Flughafen inhaftiert und nur unter der Bedingung an die amerikanischen Behörden übergeben, dass er sich einem zweijährigen Hausarrest unterziehen und fortan eine Fußfessel tragen muss. Der Film Ant-Man and The Wasp setzt dabei knapp 2 Jahre nach Ende von The First Avenger: Civil War an, nur wenige Tage vor Fristablauf von Scotts Bewährung. Man erlebt Scott von seiner besten Seite, nämlich als sich sorgender und kümmernder Vater für seine noch junge Tochter Cassie (Abby Ryder Fortson), zu der er eine sehr innige Beziehung pflegt. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, was er als Vater auf die Beine stellt, damit er sich trotz seiner Situation um Cassie kümmern kann.

Marvel Studios ANT-MAN AND THE WASP L to R: The Wasp/Hope van Dyne (Evangeline Lilly) and Ant-Man/Scott Lang (Paul Rudd) Photo: Ben Rothstein ©Marvel Studios 2018

Marvel Studios ANT-MAN AND THE WASP
L to R: The Wasp/Hope van Dyne (Evangeline Lilly) and Ant-Man/Scott Lang (Paul Rudd)
Photo: Ben Rothstein
©Marvel Studios 2018

Während seiner täglichen, sich immer wiederholenden Routine hat Scott allerdings eines Tages eine Vision von Janet Van Dyne (Michelle Pfeiffer), der Frau vom ersten Ant-Man Dr. Hank Pym (Michael Douglas) sowie Mutter von Hope Van Dyne alias Wasp (Evangeline Lilly). Das Merkwürdige an dieser Vision ist die Tatsache, dass Janet vor rund 30 Jahren im subatomaren Raum verschwand, als sie eine Bombe der Sowjets entschärfen wollte. Seitdem galt Janet als im mikrokosmos Quantum Realm verschollen. Diese Vision erweckt bei Hope und Dr. Hank neue Hoffnungen, die geliebte Frau und Mutter doch noch wiederzusehen, doch hierfür bedarf es der Hilfe von Scott alias Ant-Man. Doch erweckt die Forschung von Dr. Hank Pym nicht nur Hoffnungen der Protagonisten, sondern ruft auch Neider und Kontrahenten auf den Plan, denen sich das Team zu stellen hat.

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Die großen Hoffnungen vieler Marvel Fans, etwas neues zu den schockierenden Ereignissen nach Avengers 3 – Infinity War zu erfahren, muss ich leider an dieser Stelle direkt enttäuschen. Der Film setzt zeitlich direkt nach The First Avenger: Civil War an und endet faktisch vor Avengers 3 – Infinity War, weshalb es keinerlei Hinweise über den Verbleib der im dritten Avengers Film verschwundenen Protagonisten gibt. Ant-Man and The Wasp ist ein typischer Stand-Alone Film, wie es bspw. Black Panther oder auch der erste Ant-Man Film gewesen ist und das ist zum Glück auch überhaupt nicht schlimm. Im Fokus der Geschichte steht vor allem der familiäre Zusammenhalt der Familie Pym / Van Dyne und der Antrieb, der sich aus dieser Beziehung ergibt, sowie die Resozialisierung und die Beziehung von Scott Lang zu seiner Tochter. Dabei wird schnell ersichtlich, dass Scott kein typischer Held ist. Er ist mit den entstehenden Konflikten sowie den vielen technischen Details, mit denen Hank und Hope zwischenzeitlich um sich werfen, hoffnungslos überfordert und will eigentlich nichts weiter tun, als einem normalen Leben nachgehen und sich um seine Tochter kümmern. Das er sich trotzdem hervorragend ins einer Heldenrolle zeigt, dürfte allerspätestens seit The First Avenger: Civil War aber klar geworden sein!

Die Story von Ant-Man and The Wasp ist hingegen, um nicht “nicht vorhanden” zu sagen, sehr schwach. Zentrales Element des Films ist die Suche nach der verschollen gegangenen Mutter Jane, wobei man leider schon relativ schnell den Ausgang der kompletten Geschichte erahnen kann. Es gab zwar stellenweise ein paar Überraschungen, aber alles in allem war die Handlung doch recht überschaubar und vor allem auch vorhersehbar.

Vor allem hatte ich persönlich einfach meine Schwierigkeiten mit dem Quantum Realm. Diese Thematik ist mir zu abstrakt, nicht greifbar und wie Scott schwerzhaft im Film meinte, wird vor jeden technischen Begriff einfach nur ein “Quantum” gesetzt, um das ganze noch entfremdlicher zu gestalten. Dafür, dass das Quantum Realm nur als eine extrem farbenfrohe Blase dargestellt wird, war es für mich nicht greifbar,

ggf. Spoiler
wie dort eventuell die Mutter überlebt haben soll,
nachdem Ant-Man bereits in Film einst dort einfach durch den Raum geschwebt ist. Aber dies mag auch einfach an meiner fehlenden Vorstellungskraft in diesem Bereich liegen.
Marvel Studios ANT-MAN AND THE WASP..Ghost (Hannah John-Kamen)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2018

Marvel Studios ANT-MAN AND THE WASP..Ghost (Hannah John-Kamen)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2018

Darüber hinaus hatte ich so meine Probleme mit der Antagonistin Ghost. Hier hatte man seitens Marvel endlich die Chance, eine wirklich nachhaltig starke Kontrahentin in das MCU einzuführen. Die Beweggründe für ihr handeln sind plausibel gewesen und ihre Motive nicht zwangsläufig von bösartiger Natur, doch bleibt die Figur größtenteils sehr schwach und unter den Erwartungen zurück, was nicht an der tollen darstellerischen Leistung von Ava (Hannah John-Kame) gelegen hat, sondern einfach an der Figurengestaltung selbst.

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Dafür konnten mich hingegen vor allem die Beziehung von Scott zu Cassie sowie von Hank zu Hope überzeugen und völlig von sich einnehmen. Die Gespräche und Interaktionen untereinander sind einfach sehr herzerwärmend gewesen, wodurch mir die vielschichtigen Figuren noch näher gebracht wurden.

Aber Ant-Man and The Wasp wäre kein Film des Marvel Cinematic Universe, wenn er nicht auch jede Menge Action und visuelle Effekte zu bieten hätte. Denn genau das ist auch in diesem Marvel Blockbuster der Fall. Nachdem Ant-Man bereits visuell einige Akzente setzen konnte, wurde in der Fortsetzung noch einmal ein bisschen nachgelegt. Die vielen wunderbar anzusehenden Effekte der Kampfszenen sowie die vielen Größenveränderungen waren wahnsinnig toll gemacht und zudem auch noch schön in die Handlung als wichtige Werkzeuge integriert.

Besonders hervorgetan hat sich während der Geschichte aber vor allem die toughe Protagonistin Hope Van Dyne als The Wasp, welche nicht nur sehr schlagkräftig ist, sondern auch allen übrigen Figuren mit ihrer dominanten, sehr einprägsamen Art und Weise die Show stiehlt. Eine toll porträtierte Frau, die mich bereits im ersten Film begeistert und jetzt vollends überzeugt hat.

Ein großer Pluspunkt von Ant-Man and The Wasp im Vergleich zum restlichen MCU ist aber die riesige Dichte an hervorragenden Gags, die vor allem auch durch Scotts Geschäftspartner Michael Peña getragen werden. Die Situationskomik, die Running Gags und die viele weitere Elemente lockern diesen Film ungemein auf, was für zahlreiche Lacher im Kinosaal führen dürfte und dafür sorgt, über die schwache Story mühelos hinwegzutäuschen.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis zu den für Marvel typischen Post-Credit Szenen. Es gibt insgesamt 2 Szenen nach dem Film, wovon die eine, ohne zu spoilern, ggf. doch einen Hinweis auf Infinity war geben dürfte ;-). Das sitzen bleiben sollte sich also lohnen.

Fazit zu Ant-Man and The Wasp

Das neuste Marvel Abenteuer Ant-Man and The Wasp ist ein sehr kurzweiliger Actionblockbuster, der vor allem durch starke Charaktere auf der “guten Seite” und eine enorm hohe Dichte an Gags beim Publikum punkten kann. Viel Potenzial hingegen wurde bei der Gegenspielerin Ghost liegen gelassen und die Story war, wenn man ehrlich ist, banal und unbedeutend. Nichtsdestotrotz hat vor allem die Protagonistenkonstellation hervorragend funktioniert und durch enorm viel Humor, familiären Zusammenhalt sowie eine erstklassige visuelle Inszenierung hatte man viel Spaß, wodurch man über einige Schwächen mühelos hinwegsehen kann.

Ich bin sehr gespannt, wie sich Ant-Man and The Wasp im weiteren MCU schlagen und wie sie in die Geschichte von Infinity War eingearbeitet werden. Dies erfahren wir spätestens im April 2019, wenn uns der vierte Avengers Film auf der großen Leinwand erwartet.

Story
3
Spannung
7
Humor
9
Charaktere
7
Visuelle Effekte
9
Soundtrack
5
Emotionen
6

Summary

Total Rating

6.6

Weiteres zum Film Ant-Man and The Wasp

©Marvel Studios 2018

©Marvel Studios 2018

Filmtitel: Ant-Man and The Wasp
Originaltitel: Ant-Man and The Wasp
Startdatum Deutschland: 26.07.2018
Regie: Peyton Reed
Cast: u.a. Paul Rudd, Evangeline Lilly, Michael Douglas, Michelle Pfeiffer, Laurence Fishburne u.v.m.
Genre: Sci-Fi / Action
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Ant-Man and The Wasp Vorgeschichte. (c) Panini Verlag

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Ab 26. Juli im Kino!

Infos zur Ant-Man and The Wasp Vorgeschichte

Erscheinungstermin: 17. Juli 2018
Umfang: 52 Seiten
Autoren: Will Corona Pilgrim
Zeichner: Chris Allen
Storys: Ant-Man & The Wasp Prelude 1-2
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Diskussionszeit zum Film Ant-Man and The Wasp

Wie hat euch der Film Ant-man and The Wasp gefallen? Was war gut, was mochtet ihr gar nicht? Lasst es mich doch gerne in den Kommentaren wissen.

Anhang zum Beitrag

Quellenangabe:
 ©Marvel Studios 2018
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Philip

Philip schreibt seit März 2015 auf "Book Walk" über Fantasy, Dystopien und Jugendbücher, aber auch Interviews oder Veranstaltungen rund ums Buch sind auf seinem Blog Book Walk mit dabei. Dabei zeigt er euch seine Buchempfehlungen rund um fantastische Literatur: „Die Leidenschaft für das Fantastische fasziniert mich seit vielen Jahren und immer wieder stolpere ich dabei über ganz wundervolle Geschichten, Welten und Charaktere. Dies macht dieses Genre einzigartig für mich.“

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