Als ich Anfang August gehört habe, dass es zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2017 einen ersten Buchblog Award für deutschsprachige Buchblogs und buchaffine Social Media Kanäle geben wird, war ich absolut begeistert. Endlich wird die gute und harte Arbeit der deutschen Influencer zum Thema Buch auch im Land der Dichter und Denker geschätzt und gewürdigt. Ich hab also nicht lange überlegt, mich kurzerhand für den Award angemeldet und dem Team hinter dem Award einige Fragen gestellt, welche ihr im ersten Beitrag meinerseits zum Buchblog Award 2017 noch einmal nachlesen könnt. Doch von meiner anfänglichen Euphorie bin ich leider mit dem Start der Abstimmung der Longlist abgerückt und blicke leider mit vermehrt skeptischen Augen auf diese Preisverleihung. Was mich genau stört und das, obwohl ich die Idee hinter der Aktion nach wie vor super gelungen finde, und einiges mehr, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen.

Seit dem Beginn der 2. Phase im Rahmen des Buchblog Awards, nämlich der Votingphase der Longlist am 01. September 2017, sind mittlerweile ein paar Tage ins Land gezogen und aufgrund der Tatsache, dass ich die letzten Tage gar nicht zu Hause gewesen bin und die Entwicklung vor allem über das Smartphone verfolgt habe, konnte ich mich bisher noch nicht so richtig äußern. Jetzt sitze ich hingegen bei Starbucks, warte auf einen weiteren Besichtigungstermin in Frankfurt für eine Wohnung und nutze die Wartezeit, um meine Gedanken ein wenig zu ordnen und mir Luft zu machen.

Zum Buchblog Award im Allgemeinen

Wie eingangs erwähnt bin ich von der Grundidee des Awards nach wie vor absolut überzeugt. Die Jury ist aus kompetenten Vertretern aus der Buch- und Blogszene zusammengestellt und kann sich mit jahrelanger Erfahrung überzeugen. Auch die Tatsache, dass in unterschiedlichen Kategorien Buchblogger und Influencer für ihre Arbeit rund ums Buch gewürdigt werden sollen finde ich ausgezeichnet. Kurz zur Abholung: Der Buchblog Award ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Börsenverein des deutschen Buchhandels und netgalley und in unterschiedlichen Phasen bis hin zu einer stimmungsvollen Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse 2017 will man den Buchblogger des Jahres in der Kategorie Hauptpreis sowie die vermeindlich besten Influencer in unterschiedlichen Nebenkategorien bestimmen. Dafür konnte man sich selbst im Zeitraum bis Ende August auf der Homepage des Buchblog Awards bewerben. Nach kurzer Prüfung wurde man dann auch schon freigeschaltet und konnte sich selbst auf der Longlist des Buchblog Awards wiederfinden, sollte man alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt haben. Ich habe zumindest von niemandem gehört, dass er es nicht auf die Longlist geschafft hat. Entweder sind alle Blogs einfach wahnsinnig gut oder die Kriterien zu lasch. Erst im Anschluss an die Votingphase wird die erwähnte Jury aktiv und bestimmt aus den Blogs mit den meisten Stimmen dann die besten Blogs, die den Titel Buchblogger des Jahres verdienen.

Doch sind hier, nachdem ich die ersten Tage des Votings der Longlist eingehend beobachtet habe, doch einige Probleme offensichtlich geworden, die ich leider nicht ignorieren kann.

Selbstnominierung für eine Auszeichnung

Buchblog Award 2017
Buchblog Award 2017

Zunächst einmal: Wieso kann man sich für einen Award selbst vorschlagen? Das habe ich noch nie so recht verstanden. „Hey, ich hätte gerne einen Oscar, wählt mich„. Das hat doch sicherlich auch noch niemand verlangt oder irre ich mich da? Ich bin der Meinung, dass das von vornherein unabhängiger vonstatten gehen sollte und man sich nicht selbst in den Ring werfen kann. Wo ist denn da der Sinn?

Ich würde mir wünschen, dass Agenturen, Verlage (und Influencer) Blogger nominieren können. Die wissen schließlich vermutlich am besten, was sie an den jeweiligen BloggerInnen haben. Eine Selbstnominierung erachte ich als nicht zielführend.

Die Problematik – Das Votingverfahren der Longlist und die Dreistigkeit mancher Menschen

Aber selbst wenn man das einmal nicht weiter beachtet ist der Umstand, dass man extrem auf Stimmenfang gehen muss, um es von der Longlist auf die Shortlist zu schaffen, mehr als fragwürdig. Zugegeben. Die Kriterien des Buchblog Awards schließen ein Fishing nach Stimmen nicht aus und so kann man mit allen Mitteln versuchen, die Aufmerksamkeit der eigenen Community und von Menschen, die nichts mit einem und dem eigenen Blog zu tun haben, zu sammeln. In einem gewissen Rahmen macht das jeder, tue ich auch, da will ich mich nicht von ausschließen. Immerhin ist es schon ein echter Ansporn und eine tolle Auszeichnung, als Buchblogger des Jahres ausgezeichnet zu werden und das auch noch im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Doch wie aufdringlich teilweise die Mitglieder der Buchcommunity vorgehen, um möglichst viele Stimmen zu sammeln, ist einfach unvorstellbar. Damit habe ich nicht gerechnet und nach einem ersten Gespräch mit teilen der Mitglieder der Jury, haben auch die nicht damit gerechnet. Von gesponserten Beiträgen auf Facebook über Gewinnspiele und Losen für Stimmen bis hin zu stündlicher bis täglicher Berieselung auf Instagram ist man aktuell von allen Seiten mit dem Voting für die Longlist des Buchblog Awards konfrontiert. Klar, die Kriterien erlauben es aber ist das noch ein fairer Wettbewerb? Inwieweit wird hier überhaupt noch der Blog an sich ausgezeichnet und nicht nur die Person gewürdigt, die am lautesten schreit?

Strikte Trennung der einzelnen Kategorien beim Buchblog Award?!

Ich für meinen Teil finde es darüber hinaus auch noch problematisch, dass man auf allen Kanälen für ein bestimmtes Medium Werbung machen kann. Hier habe ich zwar schon ausführliche Diskussionen zu geführt und ich kann die Argumente auch nachvollziehen. Allerdings finde ich es schwierig, wenn man die Arbeit eines Blogs bewerten möchte und zwar nur die Arbeit des Blogs, aber durch die reichweitenstarken Social Media Kanäle zum Voting aufgefordert wird.

Was ich sagen will: Wenn man mit einem Instagram Account oder einer Facebookseite durchgestartet ist, eine riesige Community aufgebaut hat und erst wesentlich später mit dem Blog angefangen hat und den noch nicht so lange betreibt und der eventuell auch einfach noch nicht „sooo gut“ (große und etablierte Blogs sind auch nicht perfekt, das will ich damit nicht sagen!) ist wie von manch etablierten Blogs, dann wird trotzdem der Blog von der Community bewertet, obwohl man mit einem anderen Medium groß geworden ist. Wird hier tatsächlich der Blog bewertet oder der Mensch hinter dem Blog?

Dabei sind die Medien Instagram, Facebook oder Youtube auch als Sonderkategorien beim Buchblog mit dabei, weshalb diese Seiten dort wesentlich besser aufgehoben wären. Natürlich gehört zu einem Blog auch das Engagement in den Sozialen Netzwerken und ohne Facebook und Co. wären viele Blogs nicht so groß und reichweitenstark, wie sie es teilweise heute sind, aber nichtsdestotrotz finde ich es schwierig, dass man das Thema nicht klar voneinander trennen kann. Es gibt unzähliche kleine Blogs, die hervorragend sind aber gegen die ursprünglich riesigen Social Media Kanäle einfach keine Chance haben.

Ich weiß selbst, dass so eine Trennung kaum möglich ist, da die einzelnen Medien auch ineinander greifen und sich gegenseitig stützen. Vielleicht wäre hier einfach eine andere Kategorisierung, vielleicht nach Genre sinnvoller? Mich stört glaube ich vor allem, dass das Voting eine so große Auswirkung auf den Shortlist-Platz hatv und nicht, dass man all seine Medien nutzt, die man zur Verfügung hat. Mache ich schließlich ja auch! Sollten hier vielleicht einfach eine andere Gewichtung zugrund gelegt werden? Hälfte Community / Hälfte Jury? Nur eine Idee 🙂

Möglichkeiten zur Optimierung für die kommenden Jahre?!

Ich muss ehrlich sein, ich weiß nicht, wie man bei einer offenen Votingphase es unterbinden kann, dass ein überproportionales Stimmenfishing betrieben wird. Als Blogger mit einem großen Social Media Background würde vermutlich auch nicht auf die Unterstützung meiner Community verzichten. Wieso auch, die hat man sich ja schließlich mühsam aufgebaut?! Doch sollte hier generell eine stricktere Trennung verfolgt werden, um einen faireren Wettbewerb zu ermöglichen, falls das irgendwie funktioniert. Mittlerweile hat man auf der Buchblog Award Seite übrigens auch die Anzeige der Stimmen pro Blog entfernt, damit man nicht mehr weiß, wer wie viele Stimmen hat. So bleibt die „Hetzjagd“, wie sie teilweise schon stattgefunden hat, hoffentlich aus.

Leider haben die letzten Tage einfach gezeigt, zu welchen Mitteln Menschen greifen, nur um eine Auszeichnung zu bekommen. Dabei ist aber leider die Grundidee, die die Jury rund um den Buchblog Award bezwecken wollte, teilweise auf der Strecke geblieben. Es wird teilweise einfach rücksichtslos vorgegangen, wodurch die Bedeutung der Szene bezweifelt und man als Außenstehender uns nur belächeln kann. Es ist erschreckend, wie groß der Neid in der Szene ist und wie wenig man es anderen gönnt, eine tolle Auszeichnung zu verdienen. Man nutzt eben einfach alle Mittel, um sich selbst in den Fokus zu stellen.

Ich für meinen Teil hoffe, dass das nicht der letzte Buchblog Award gewesen ist. Ich mag die Idee zum Award nach wie vor sehr und auch die Jury konnte mich absolut von sich überzeugen. Leider wurden aber in meinen Augen noch viele Fehler am Anfang gemacht, die auch aufgrund der fehlenden Erfahrung (es ist schließlich erst der erste Award dieser Art in Deutschland) nicht zwangsläufig hätten vermieden werden können. Es wäre einfach schön, wenn im kommenden Jahr einige Aspekte geändert werden würden, um einen fairen Award zu ermöglichen. Angefangen bei der Bewerbung bis hin zur finalen Entscheidung. Ich wünsche Jury die Longlist aufstellt und die besten Blogs bestimmt, die auf der Shortlist landen und ggf. erst dann die Community abstimmt.

Es wird in meinen Augen immer Probleme geben und einen reibungslosen Ablauf und keinerlei Kritik wird es voraussichtlich nie geben (Einen sehr lesenswerten Artikel, ebenfalls zu diesem Thema, findet ihr auf Fuchsias Weltenecho). Aber in diesem Jahr gab es tendenziell zu viele Angriffspunkte, die mir und vielen anderen Mitgliedern in der Community nicht gefallen haben. Außerdem bin ich immer noch oft ziemlich sprachlos, mit welchen Mitteln Menschen versuchen, um jeden Preis zu gewinnen und so den fairen Wettbewerb und auch ein gutes Stück des „Wir-Gefühls“ in der Community einfach zerstören.

Vorschläge für die kommenden Awards

Wenn man die Kritik für das nächste Jahr beherzigt, dann wird die 2. Ausgabe des Awards vermutlich schon reibungsloser verlaufen, auch wenn niemand etwas gegen die Dreistigkeit einiger Menschen tun kann. Das wird es denke ich immer geben und nicht vermeiden lassen. In diesem Jahr war ich leider sehr euphorisch anfangs und bin dafür umso schneller auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Was kann man besser machen? Ich hab auch kein Patentrezept und die Vorgehensweise in diesem Jahr hat schon vieles gut gemacht. Was ich mir persönlich für das kommende Jahr wünschen würde: 🙂

  • Keine eigene Nominierung für den Award, sondern Vorschläge durch Verlage, Agenturen, andere Blogger o.ä.
  • Die Jury wählt aus der Longlist die Shortlist
  • Eigenständige Betrachtung der einzelnen Kategorien. Aktuell verschwimmen die Grenzen in meinen Augen etwas zu sehr. Vielleicht auch einfach eine Utnerscheidung nach Genre?
  • Eine Abstimmung durch die Community erst auf der Shortlist
  • Alternativ: Eine gewichtete Bewertung, zusammengesetzt aus Communitystimmen, Jury und ggf. Verlagen, wodurch sich dann die Shortlist zusammensetzt. Fairer auch ggü. Blogs mit kleinerer Community
  • Accountpflicht?! Mehrfache Stimmenabgabe für den eigenen Blog oder der für andere ausschließen. Abgabe der Stimme für den eigenen Blog ausschließen?!
  • Von der Community: Einen fairen Wettbewerb. Gönnt auch anderen mal was 🙁

Meine Schlussbetrachtung &  Blogempfehlungen für den Buchblog Award 2017

Nichtsdestotrotz habe ich den eigentlichen Sinn und Zweck des Buchblog Awards nicht aus den Augen verloren und bei weitem ist der Award nicht schlecht. Ich finde die Aktion insgesamt sogar sehr sehr gut, obwohl es natürlich noch viele Baustellen gibt, die für das kommende Jahr angepackt werden müssen. Aber niemand ist perfekt und die Tatsache, dass man die Szene angemessen würdigen möchte und das in einem Rahmen, den wir bei der aktuellen Außenwirkung eigentlich gar nicht verdient haben, ist mehr als lobenswert und verdient besondere Beachtung. Daher gilt mein Dank der Jury, dem Börsenverein und Netgalley, die diesen Award ermöglicht haben, egal, wie die aktuelle Meinung zurzeit auch ist.

Egal, ob man den Award jetzt gewinnt oder nicht, es geht eigentlich darum, dass man die sehr vielseitige Buchblog-Community noch besser kennenlernt, sich für die Menschen, die man kennt, freut, wenn sie es auf die Long- und Shortlist geschafft haben oder auch neue Blogs in der vielfältigen Bloggerlandschaft für sich entdeckt. Die Chance, den Award an sich zu gewinnen, ist dabei leider für mein Empfinden zu sehr in den Hintergrund gerückt, weshalb es mir mittlerweile egal ist, ob ich auf die Shortlist komme oder nicht. Ich für meinen Teil habe einige tolle Blogs entdeckt, meine Stimme für einige Blogs vergeben und ich werde auch in den kommenden Tagen noch intensiver im Register des Awards stöbern, um noch weitere Schätze („Trüffel“, wie es auf Twitter genannt wird), zu entdecken.

Zum Abschluss möchte ich euch trotzdem ein paar Blogs empfehlen, die meiner Meinung nach diese Auszeichnung verdient haben, wider aller Kritik am Award. Wenn ihr wollt, dann stimmt auch für mich (Zur Abstimmung) und wenn nicht, dann eben nicht 🙂 Aber diese folgenden Blogs sollten eure Stimme bekommen.

 

Diskussionszeit zum Buchblog Award

Jetzt möchte ich eure Meinung zum Buchblog Award wissen. Ist meine Meinung zu kritisch oder könnt ihr mir teilweise oder insgesamt zustimmen?

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One Pingback/Trackback

  • Ivy Carstairs ➰

    Hallo Philip,
    vorab erst einmal ein großes Dankeschön fürs Empfehlen meines Blogs. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass du zu meinen liebsten Bloggern gehörst (ich würde dich definitiv auch zu den großen Blogger Vorbildern zählen) und sowas dann von dir zu hören, schmeichelt mir total und macht mich überglücklich! Also danke dir erstmal!

    Bezüglich des Artikels an sich kann ich dir zu 100 % zustimmen. Es ist das erste Mal, dass es einen solchen Award bei uns gibt, natürlich waren Fehler vorprogrammiert, leider wurde alles am Anfang wohl sehr getrübt durch die Euphorie über die Möglichkeit, einen Blog Award zu gewinnen, mit dem man auch noch im Rahmen der Buchmesse – im Falle des Gewinns – ausgezeichnet werden würde.

    Ich muss sagen, ich habe mich – nachdem ich für mich persönlich festgestellt habe, dass das Ganze, so wie es derzeit abläuft, doch nicht so toll ist – etwas entfernt von all den Tweets, Facebook Posts etc. in denen es um den Award ging, egal ob es nun Werbung für den eigenen Blog war oder aber Diskussionen darüber, wie alles von Statten geht. Ich habe ehrlich gesagt etwas das Interesse verloren, hauptsächlich aus den Gründen, die du oben aufgeführt hast. Trotz allem hoffe ich sehr und drücke alle Daumen die ich habe, dass einer meiner Favoriten gewinnt. Es wäre einfach so genial einen von euch dann da oben (auf einer Bühne?) stehen zu sehen. Sehr viele Blogger auf dieser Liste haben es absolut verdient, einen solchen Award zu gewinnen, aufgrund der Qualität des Blogs und natürlich auch aufgrund der Person, die dahinter steckt, denn ein Blog ist nur so gut wie der Blogger. Schade, dass irgendwie nichts so richtig klappt und es im Endeffekt nur darum geht, wer es schafft, die meisten Fans/Follower zu mobilisieren.

    Wie du sagst, geht leider der Sinn hinter dem Ganzen etwas verloren. Da sieht man aber mal wieder, wie wenig die Leute sich für andere oder die Gemeinschaft interessieren und wie wichtig das eigene Ich doch ist. Vielen geht es einfach nur ums gewinnen. Aus dem selben Grund gibt es wohl auch immer noch genug Blogger, die nur Blogger werden/werden wollen, um Bücher umsonst abzustauben. Traurig ist es …

    Ich drücke trotz allem weiterhin die Daumen und hoffe, dass es nächstes Jahr etwas besser wird. Wenn man sich deine Verbesserungsvorschläge etwas zu Herzen nimmt, dann wird es das ganz sicher 🙂

    Danke für den tollen Beitrag!

    Liebste Grüße
    Ivy

    • Liebe Ivy,
      vielen vielen Dank für deinen wundervollen Kommentar. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du mich als ein Blogger Vorbild siehst, ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll, außer danke ♥♥♥ Das muntert doch bei all dem Mist im Moment total auf. Dankeshcön, dass es dich gibt 🙂 :-*
      Und natürlich zählst du auch zu meinen liebsten Bloggerinnen. Du machst fantastische Arbeit, nicht nur auf deinem Blog, sondern auch auf deinen anderen Plattformen! 🙂

      Ich hab auch schon sehr sehr viele Artikel jetzt zum Thema gelesen gehabt und war mir nicht sicher, ob ich überhaupt auch noch auf veröffentlichen klicken soll. Aber dann hab ich mir gedacht, dass auch ich ein Anrecht auf meine Meinung habe und zudem haben mir bei vielen Beiträgen auch einfach die Vorschläge gefehlt, wie man es besser machen könnte. Ich hab auch kein Erfolgsrezept, den Anspruch hab ich auch gar nicht, aber ein paar Ideen meinerseits wollte ich dennoch mal kundtun.

      Ich lege selbst auch keinen Wert drauf, zu gewinnen. Ich habe tolle Blogs entdeckt und gerne auch unterstützt und ich hoffe sehr,d ass ich einen wirklich tollen Blog als Sieger sehen werde, der nicht nur laut geschrien hat, sondern tatsächlich auch inhaltlich und kreativ überzeugen konnte. Ein paar erstklassige Kandidaten laufen da draußen auf jeden Fall rum! 🙂

      Liebste Grüße
      Philip

  • Miss Foxy Reads

    Wir haben ja schon lang genug über das Thema diskutiert und mittlerweile weißt du ja, dass ich deine Meinung nur teilen kann. Jetzt heißt es durchziehen und hoffen, dass es nächstes Jahr ein bisschen besser läuft und die Regeln noch einmal überdacht werden.

    Trotzdem finde ich es gut, dass du nicht das Positive aus den Augen verlierst. Ich habe jetzt deutliche zu viele Posts gesehen, die lang und breit erklären, wieso sie nicht mitmachen oder was für ein Schock es war, am 01. September feststellen zu müssen, dass es doch nicht so abläuft, wie gedacht.

    Ich finde nämlich auch, dass der bubla Boggern endlich einmal mehr Wertschätzung entgegenbringt und das mehr als nötig war. Gerade wenn man die Jury betrachtet sieht man ja, dass die sehr gut und breit gefächert besetzt ist. Der ganze Hate und das alberne Verhalten von manchen Bloggern wirft aber wieder ein unschönes Licht auf die ganze Bloggerszene.

    Liebst,
    Jule♥

    • Hallo Jule,

      vielen Dank für deinen sehr anregenden Kommentar. Ich finds schön, dass wir einer Meinung sind und auch beide das positive am Award und an der Community sehen 🙂
      Ich bin absolut sicher, dass die Jury auch im kommenden Jahr wieder hervorragend besetzt ist und den Award weiter verbessert. Das war jetzt quasi die Generalprobe und wie gesagt, es ist ja auch schon vieles richtig und perfekt kann man nie starten 🙂

      Liebe Grüße
      Philip

  • Anna He

    Hallo Philip,

    Im Großen und Ganzen kann ich dir zustimmen. Tatsächlich finde ich eine Trennung der Medien schlichtweg nicht richtig, aber diese Diskussion hatten wir privat ja bereits auch:) ich bin auch über Facebook „groß“ geworden und habe diese Community mit auf den Blog genommen, umgekehrt kommen Menschen von Instagram auf den Beitrag und vom Blog auf Facebook. Für mich gehört das alles zusammen und wieso die bestrafen, die Allrounder sind, damit man die belohnt, die sich auf ein Medium konzentrieren? Finde ich persönlich auch nicht ganz richtig. Es sollte fair sein und keine Bestrafung. Für einen Blog sind Fb und Insta ebenfalls Kanäle zum Verbreiten der Beiträge usw. Wieso die dann rausnehmen und trennen? Finde ich ein extrem schwieriges Thema. Dann lieber nach Kategorien wie Fantasy, Jugendbuch usw trennen, wie es auch bei anderen Preisen ist, das empfinde ich als angemessener, als nach Medium zu trennen. Denn für mich gehört alles irgendwie zusammen – letzten Endes ist das eine Vernetzung durch den Blog. Einige nutzen dies halt stärker als Andere. Autoren, die mit ihren Büchern auf der Liste stehen nutzen auch alle Medien. Klar, ist das was anderes als einen Blog zu bewerten. Ich denke nur, dass man eine solche Trennung nie bewerkstelligen kann, solange sich jeder überall rumtreibt und die Kanäle insgesamt nutzt. Und dies empfände ich auch nicht als fair. Warum sollte jemand, der auf allen Seiten aktiv ist, sich auf ein Medium beschränken? Vor allem Werbung dafür auf anderen Kanälen wird man nie vermeiden können. Wie gesagt, solange jeder überall ist, wirder auch alle Möglichkeiten nutzen, zumindest soweit sie fair sind – ist ja auch alles Arbeit.

    Ich persönlich finde gar nicht mal so schlimm, dass das Voten übersie Community geht, sondern mehr, dass das der ausschlaggebende Punkt für die Shortlist ist. Andere Publikumspreise werden auch so verliehen, die Jury sollte so was halt Richtwert, nicht als Maßstab sehen, denn auch Blogger, die frisch dabei sind können besser sein als manch etablierter Blog 🙂 das darf man einfach nicht vergessen und wenn dann alles nach Reichweite geht, haben doch solche Blogger kaum eine Chance und das finde ich sehr schade.

    Insgesamt kann ich dir aber unterm Strich nur zustimmen. Es ist halt alles noch in den Babyschuhen und ich denke, wenn sie an den Kleinigkeiten arbeiten, kann es nur besser werden.
    Und ich denke auch, dass; sollte es noch ein Mal einen solchen Award geben, es weitere Veränderungen geben wird. Ich finde es in der Idee super und eine tolle Möglichkeit zu sehen, wie die Community mitwirkt.
    Nicht zuletzt sollte man beachten, wer die Veranstalter sind und wer in der Jury sitzt 🙂

    Liebe Grüße,
    Anna

  • Ich muss hier gar nicht mehr viel schreiben, denn es ist schon alles gesagt worden. Von meiner Seite 100% Zustimmung. Ich habe bisher nur einmalig auf Instagram Werbung gemacht und fand das schon unangenehm, weil man einfach überall damit überflutet wird. Vermutlich werde ich es nochmal auf Facebook machen, aber das war es auch schon. Die Tatsache, dass man da so massiv auf Stimmenfang gehen muss, stört mich ziemlich. Wie du auch, fände ich es viel besser, wenn die Jury die Shortlist bestimmt. Und übrigens: Es wurden tatsächlich Blogger abgelehnt und landeten nicht auf der Longlist. Dazu gibt es dann auch wieder empörte Beiträge. 🙂

    Liebe Grüße
    Petzi

    • Hallo Petzi,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Zustimmen. Natürlich ist es schwierig, die ideale Lösung zu finden.
      Mir hat vermutlich einfach am meisten negativ die Tatsache aufgestoßen, dass das Voting das alleinige Kriterium für die Shortlist ist und da von vornherein kleine Blogs ggü. den großen haushoch unterlegen sind, auch wenn sie ggf. eine höhere Qualität bieten als die „etablierten“. Daher wäre eine andere Bewertung irgendwie cooler gewesen 🙂

      Okay, dann hab ich ejtzt tatsächlich vom ersten Mal gehört, dass Blogs abgelehnt worden sind. Dann hab ich nichts gesagt 🙂

      Liebe Grüße
      Philip

  • Daniel Allertseder

    Hallo Philip,
    erstmal: toller Beitrag! Ich stimme Dir zu 100% zu! Es gibt tatsächlich welche, die es nicht auf die Longlist geschafft haben: Nämlich mein Blog – ich hab keine Ahnung warum das so ist, ich hab denen auch geschrieben warum und „Bitte nennen Sie mir Gründe“, aber bis jetzt ist noch nichts zurückgekommen. Wahrscheinlich sind wir schon zu groß oder so, keine Ahnung, aber ich würd doch gerne mal wissen, warum wir es nicht mal auf die Longlist geschafft haben.
    Ich sehe auf Instagram minütlich Werbung und bin ganz Deiner Meinung – hier wird nicht der Blog bewertet, sondern die Person bzw. den Einfluss der Person. Sehr schade, denn das ist nicht der Sinn der Sache. Mittlerweile blicke ich skeptisch auf diesen Award und verfolge ihn auch nicht mehr.

    Liebe Grüße,
    Daniel von WeLoveBooks

    • Hallo Daniel,
      dankeschön für das Lob.
      Ich kann dir allerdings nicht sagen, woran es mit der Absage liegt. Kann ich mir nicht erklären. Vermutlich liegt es u.a. am nicht korrekten Impressum?! Bin mir aber nicht sicher. Dann hätten vermutlich aber auch mehr Blogs abgelehnt werden müssen. Einfach nochmal nachfragen, vielleicht bekommst du noch eine Antwort.
      Schade, dass das nicht geklappt hat.

      Liebe Grüße
      Philip

  • Sabrina Schultz

    Sehe das genauso.
    Ich hab mcih daher Austragen lassen. Ich hatte Kritik geäußert und wurde dann dumm angemacht das ich nur Neidisch sei, da ich wenige Stimmen habe. Ähm nein. Ich polarisiere mich bestimmt nicht nach den Stimmen die ich durch Betteln erhalte.
    Das hat es mir dann doch kaputt gemacht und ich hatte auf das ganze „Ich bin besser als hier ich bezahle das meine fb reiche besser ist, ich verlose wenn ihr liket und hasse nicht gesehen linkbitches“ kein bock mehr. Die Betreiber haben schon draus gelernt, das finde ich gut. Sie nehmen Kritik gut an und überlegen schon wie sies im nächsten Jahr besser machen können, man konnte tolle Blogs finden, aber sah auch die Wahren Gesichter mancher Blogger, wo man nie gedacht hätte, dass dieser so drauf ist und die Egotour schiebt.

    Deine Vorschläge würde ich genau so begrüßen.

    • Ich bin mir auch sicher, dass die Betreiber des Awards absolut fähig sind und sich auch die Vorschläge zu Herzen nehmen. Es ist einfach etwas unglücklich gelaufen in diesem Jahr, aber ich denke, dass das trotzdem zu einem vernünftigen Abschluss geführt werden kann. Es gibt immerhine ine Vielzahl an herausragenden Blogs, die es allemal verdient haben und trotz all dem Fishing da draußen bin ich der Meinung, dass es am Ende einen verdienten Sieger geben wird, egal, wie der Unmut jetzt überall hochkocht.
      Ich glaube an den Award und an die Jury und hoffe einfach, dass das Projekt fortgeführt wird und dieses Jahr als Testlauf gesehen wird 🙂 Lernen kann man ja immer 🙂
      Freut mich auf jeden Fall, dass ich mit meinen Vorschlägen deine Meinung getroffen hab 🙂

  • Sebastian

    Es ist schon schade, dass die Idee mit dem Buchblog-Award leider ein wenig in die Hose gegangen ist aber irgendwie war es doch auch absehbar, dass es bei diesem Abstimmungssystem hauptsächlich auf die Reichweite der Teilnehmer ankommt und nicht unbedingt auf die Qualität – wobei das eine das andere ja nicht ausschließt, schließlich kommen viele Follower in der Regel ja auch nicht von ungefähr.

    Ich mache selbst auch mit, muss aber ehrlich zugeben dass mir die vielen Bubla-Tweets und Posts etc. selbst schon nach wenigen Stunden ziemlich auf die Nerven gegangen sind und es auch mir mittlerweile ziemlich unangenehm ist, überhaupt noch auf Stimmenfang zu gehen. Ich habe die Geschichte von Anfang an realistisch betrachtet und mir nie auch nur annähernd Chancen ausgerechnet, am Ende auf der Shortlist zu landen, aber ich wollte einfach die Gelegenheit zur Präsentation meines Blogs nicht verstreichen lassen weil der Award für mich nach wie vor eine gute Möglichkeit ist, neue Leser und neue Blogs zu finden – das war und ist für mich eigentlich die Hauptintention des Bubla.

    Natürlich ist es dann auch nervig, wenn die Abstimmung auch technisch so holprig abläuft und ich finde es z.B. auch ungünstig, dass (zumindest bei mir) immer die gleichen Blogs als erstes bei der Abstimmung angezeigt werden statt per Zufallsgenerator bei jedem Seitenbesuch neu durchgemischt zu werden – das ist natürlich ein eindeutiger Vorteil für die Teilnehmer, die dem Abstimmenden direkt ins Auge fallen. Ebenso finde ich die Kategorisierung nicht ganz optimal, da man strenggenommen bei der Anmeldung einfach jedes Genre hätte markieren können um später in jeder Kategorie aufzutauchen – auch das gibt natürlich mehr Stimmen als wenn man sich nur für ein Genre einschreibt und dann seltener gesehen wird. Vielleicht sollte man hier in Zukunft eher die Auszeichnungen noch erweitern und den besten Fantasy-/Contemporary-/Thriller-/Kochbuch-Award usw. suchen – wobei das natürlich auch schnell ausarten kann.

    Ich bin mir jedenfalls sicher, dass die Veranstalter aus der Kritik lernen und der Award im nächsten Jahr deutlich anders (und damit hoffentlich fairer) ablaufen wird. Trotzdem denke ich, dass auch dieses Jahr der Sieger den Preis sicherlich nicht unverdient einheimsen wird – viele Follower sind letzten Endes dann irgendwie doch auch eine Folge von Qualität und das letzte Wort hat ja dann zum Glück auch eine Jury 😀

  • Sandy

    Hey Philip!
    Generell halte ich mich ja aus dieser gesamten BuBla Sache heraus, wollte aber nur sagen dass ich deinen Post wirklich sinnvoll, konstruktiv und gut durchdacht finde. Hoffentlich kann er etwas bei den Organisatoren erreichen, so dass der Award aber auch die Buchcommunity ein bisschen mehr an Seriösität gewinnt!
    Viele liebe Grüße, Sandy

  • Booksnstories

    Guter und vor allen Dingen sachlicher Kommentar zum Bubla. Danke dafür, Sachlichkeit vermisst man an mancher Stelle.

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