Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen. Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden …

Meine Meinung zu Red Rising von Pierce Brown

Im Roman Red Rising von Pierce Brown, erschienen im Heyne Verlag, befinden wir uns auf dem roten Planeten Mars. Der junge Protagonist Darrow ist der Klasse der Roten zugeordnet und sorgt dafür, dass der Mars eines Tages bewohnbar wird. Als Mienenarbeiter ist er ein elementar wichtiger Aspekt im Terraforming Prozess, um die Marsoberfläche für spätere Generationen bewohnbar zu machen. Dieses Bild wird den sogenannten Roten, welche ihr kurzes Leben als Mienenarbeiter unter der Marsoberfläche in unbenkbar unwürdigen und brutalen Bedinungen verbringen, seit frühester Kindheit vermittelt. Doch Darrows Frau Eo träumt von mehr. Sie will nicht nur als Schlachtfieh bis zum Tod für die Marserschließung schuften, sondern sich von dieser Unterdrückung befreien und nach deutlich mehr streben. Dieser Freiheitsgedanke führt letztendlich aber zu einem Märtyrertod von Eo, in Folge dessen Darrow komplett aus der Bahn beworfen wird. Wenig später wird sein bisheriges Leben auf brutale Art und Weise erneut erschüttert, denn er entdeckt die Wahrheit hinter der Unterdrückung auf dem Mars. Die Geschichte, die den Roten erzählt wird, ist erlogen. Der Mars ist erschlossen und das bereits seit Jahrhunderten. Mithilfe einer Widerstandsgruppe nimmt Darrow den Kampf auf sich, erduldet unsägliche Qualen und schleust sich in die Akademie der Führungsriege des Mars ein. Ein intrigantes Spiel voller Gefahren beginnt und Darrow wird vor Herausforderungen gestellt, die weit über das Können eines Roten hinauszugehen scheinen.

Red Rising von Pierce Brown hat es faustdick hinter den Ohren. Ich bin absolut beeindruckt, was für eine grandiose und unterhaltsame Geschichte uns der Autor dieses Trilogieauftakts präsentiert. Das Wordbuilding ist gigantisch und atemberaubend und gewinnt sukzessive von der ersten Seite an Komplexität. Das Setting dieser Geschichte ist für meinen Geschmack wirklich innovativ. Zwar ist die Handlung in einem SciFi-lastigen Szenario verankert und spielt viele hundert Jahre in der Zukunft und auf dem Mars und doch hat es der Autor geschafft, ein paar mittelalterliche Aspekte in diese Geschichte hineinzuweben. So geht es u.a. im Verlauf von Red Rising darum, Bündnisse zu schmieden, Schlachten zu schlagen, zu intrigieren oder die Burgen des Gegners im Rahmen einer sehr verzweigten Prüfung zu erobern und das in einer steten Überwachung durch die Prüfer. Darrow, welcher aus der niedersten Klasse von allen existierenden Klassen kommt, wird in die bedeutendste Klasse, die der Goldenen, eingeschleust und muss sich fortan großen Herausforderungen stellen. Das gelingt ihm dabei erstaunlich gut und mehr als nur ein Mal wächst er einerseits über sich hinaus während er andererseits des Öfteren mit Verrat und schwierigen Herausforderungen umzugehen hat. Dabei durchlebt er eine enorme Entwicklung, wird zum großen Anführer und Strategen und verliert dennoch niemals sein Ziel und seine Herkunft aus den Augen, weshalb mir Darrow wahnsinnig gut als Protagonist gefallen hat.

Die Geschichte ist von Anfang an wahnsinnig spannend und trotz zahlreicher Begriffe und unzähligen Details, die erst einmal für etwas Verwirrung sorgen können, kommt die kontinuierliche Entwicklung der Handlung nicht zu kurz. Die Story wird sukzessive komplexer, die zahlreichen Protagonisten und Charaktere werden vielschichtiger und vieles, was man anfänglich vermutet hat, wird mehr als einmal komplett über den Haufen geworfen. Red Rising besticht mit einer Vielzahl an gekonnt platzierten Wendungen, einer überaus toll durchdachten Geschichte in einem außergewöhnlichen Setting und toppt das Ganze dann noch mit einem sehr amüsanten Erzählstil sowie sympathischen Charakteren, mit welchen man einfach mitfühlen muss, ob man will oder nicht.

Abschließend muss ich das wirklich gelungene Hörbuch noch lobend hervorheben. Der grandiose Sprecher Marco Sven Reinbold sorgt dafür, dass der ohnehin schon stimmige Gesamteindruck noch ein wenig verfeinert wird, wodurch ich an Red Rising wahrlich nichts auszusetzen habe.

Bei diesem Sci-Fi Abenteuer stimmt einfach absolut alles, von Anfang an!

Fazit zu Das Red Rising von Pierce Brown

Ein genialer Weltentwurf mit einer Vielzahl an Plot-Twists und großartigen Protagonisten. Ein wahnsinnig gelungener Auftakt in eine der vielleicht besten SciFi-Romanreihen seit Jahren!

The Breakdown

Ein genialer Weltentwurf mit einer vielzahl an Plot-Twists und großartigen Protagonisten. Ein wahnsinnig gelungener Auftakt in eine der vielleicht besten SciFi-Romanreihen seit Jahren!
Handlung
Spannung
Charaktere
Sprache & Stil
Cover & Gestaltung
Erzähler (Hörbuch)

Weiteres

Red Rising von Pierce Brown

Autor: Pierce Brown
Übersetzung: Bernhard Kempen
Verlag: Heyne
Genre: SciFi
Preis: 16,99 € [Gebundenes Buch] | 12,99 € [Paperback] | ISBN-13: 978-3453534414
Einband, Umfang: Paperback, 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. September 2015
Reihe: 1/3
Kaufen/Weitere Infos zum Buch: Amazon* | Ronin Hörverlag | Heyne Verlag | Detailseite auf Book Walk | Stadtbibliothek Köln

Über den Autor Pierce Brown

Nach dem Collegeabschluss hätte Pierce Brown eigentlich nichts dagegen gehabt, seine Studien in Hogwarts fortzusetzen. Da es ihm dafür leider an der nötigen magischen Gabe fehlte, versuchte er es mit verschiedenen Jobs in der Medienbranche. Seine Red-Rising-Trilogie wurde ein so sensationeller Erfolg, dass Pierce Brown sich jetzt ganz dem Schreiben widmen kann. Der Autor lebt in L.A.

Quellenangaben

Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Red Rising von Pierce Brown stammen vom Heyne Verlag.
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  • Isana Nadeya

    Mir hat der erste Band zwar nicht ganz so gut gefallen wie dir, aber dennoch sehr toll! 😀 Schön, dass er dich auch überzeugen konnte! ^^
    LG
    Hanna

  • Maren Naseweis

    Das Buch liegt schon länger auf meinem SuB und nach jeder Rezension denke ich mir, ich MUSS es endlich lesen! Es klingt einfach soo gut! Vielleicht schaffe ich es ja tatsächlich Mal den nächsten Monat. 😀
    Liebe Grüße
    Maren

  • Ohhh, jetzt bin ich noch mehr gespannt. Habe mir das Buch gestern bestellt und warte nun voller Vorfreude auf seine Ankunft 😉
    Eine super tolle Rezension, die Lust auf mehr macht 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Nadine

  • Sebastian

    Deiner Wertung für „Red Rising“ kann ich nur zustimmen – ist bei mir zwar schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich habe es nach wie vor in bester Erinnerung.

    Ich würde dir auf jeden Fall auch raten, direkt dran zu bleiben und die nächsten beiden Bände direkt hinterherzuschieben, das Worldbuilding wird nämlich nochmal deutlich komplexer und da hilft es ungemein, wenn man sich nicht wieder bei jedem Band neu einarbeiten muss. Mir persönlich hat der zweite Band am besten gefallen, weil der Krieg im All dann einfach noch epischer und dramatischer wird und es gerade zum Ende hin den ein oder anderen heftigen Plottwist und gemeinen Cliffhanger gibt. Der dritte Band ist aber auch toll und rundet die Trilogie absolut würdig ab und ich kann es schon kaum erwarten, bis Pierce Browns nächste Reihe erscheint, die im gleichen Universum angesiedelt sein soll.

    (Kleine Anmerkung bzw. konstruktive Kritik am Rande: Bei deinem Editor’s Rating finde ich die grafische Darstellung ein wenig ungünstig, da sowohl das Kreisdiagramm als auch der Balken nur halb gefüllt sind, obwohl du die Höchstwertung vergeben hast. So hatte ich zunächst gedacht, du hättest dem Buch nur eine durchschnittliche Wertung gegeben, gerade auch weil das Rating aufgrund der Platzierung direkt ins Auge fällt)