Rezension // Percy Jackson – Diebe im Olymp


Percy Jackson - Diebe im Olymp

Irgendjemand hat etwas gegen ihn, da ist sich Percy sicher. Ständig fliegt er von der Schule, immer ist er an allem schuld und dann verwandelt sich sogar seine Mathelehrerin plötzlich in eine rachsüchtige Furie. Wenig später erfährt Percy das Unglaubliche: Er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon – und die fiesesten Gestalten der griechischen Mythologie haben ihn ins Visier genommen! Percys einzige Chance: Er muss sich mit den anderen Halbgöttern verbünden.

Meine Meinung zu Percy Jackson – Diebe im Olymp

Percy Jackson – Diebe im Olymp von Rick Riordan, erschienen im Carlsen Verlag, ist der erste Roman einer auf fünf Bände ausgelegten Romanreihe, welche sich primär um den Protagonisten Percy Jackson dreht. Allerdings sind diese fünf Bände erst der Anfang, denn die Reihen Helden des Olymp, Die Kane-Chroniken oder Magnus Chase spielen ebenfalls alle in dieser Welt, auch wenn diese nur mehr oder weniger mit der anfänglichen Reihe rund um Percy Jackson zu tun haben. Wenn man aber erst einmal Blut geleckt hat und sich für die (griechische) Mythologie begeistern kann, dem wird mit diesem Auftaktroman eine riesige Welt eröffnet, welche noch immer nicht abgeschlossen ist und stetig Nachschub für die Lesesüchtigen liefert.

Dies kommt mir auf jeden Fall sehr entgegen. Schon seit meiner Kindheit bin ich ein riesiger Fan von Mythologie und allerlei antikem Kram. Zwar habe ich meinen Wunsch Archäologe zu werden mittlerweile überwunden aber dennoch kann ich mich für die Antike nach wie vor erwärmen. Umso schöner ist es zu lesen, wie gekonnt uns Rick Riordan mit seinen Romanen in diese Welten der Mythen, Legenden und antiken Götter entführt. Dabei spielt seine Welt nicht in der Antike, sondern in unserer Zeit der PC’s, Smartphone und des Klimawandels. Die antiken Götter sind eben nur nicht mehr in Griechenland, sondern mit der westlichen Welt mitgezogen und aktuell in Amerika zu finden, mit dem Olymp auf dem Empire State Building. Klingt zwar alles zunächst etwas eigenartig aber es ist insgesamt einfach wahnsinnig amüsant.

Die Geschichte ist von Beginn an wirklich unterhaltsam. Der Protagonist, der 12 jährige Percy (Perseus) Jackson ist sehr sympathisch und schon nach wenigen Seiten hat man ihn ins Herz geschlossen. Er ist nicht der beliebteste Schüler, hat Probleme, sich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren und ihn hält es aufgrund seines „Talents“ nie länger als ein Jahr auf einer Schule. So auch im aktuellen Schuljahr. Durch eine wirklich ungünstige Fügung von Ereignissen baut Percy bei einem Museumsbesuch Mist und hat zudem noch eine Begegnung der etwas anderen Art und obwohl es bei diesem Vorfall mehrere Zeugen gegeben hat, streiten diese es im Nachhinein ab und Percy fängt allmählich an, an sich selbst zu verzweifeln. Zum Glück hat er seinen besten Freund Grover, welcher ihm trotz allem treu zur Seite steht.

Erst nach dem Schuljahr, welches für Percy wieder einmal nicht so gelaufen ist, wie er sich das vorgestellt hatte, gerät seine Welt komplett aus den Fugen und ohne jetzt zu viel verraten zu wollen kommt Percy in die Welt der griechischen Götter an und landet auf der Flucht vor einem antiken Wesen, dem Minotaurus, im sogenannten Camp Half Blood.  In vermeintlicher Sicherheit baut sich Percy dort eine neue Zukunft auf, zumindest glaubt er das, da seine Welt nach nur wenigen Wochen erneut erschüttert wird und er gezwungen ist, einen gefährlichen Auftrag anzunehmen, welcher ihn quer durch Nordamerika führen wird. Wird Percy seine Aufgabe meistern können, welche antiken Kreaturen warten auf seiner Reise und was steckt wirklich hinter den vielen merkwürdigen Vorkommnissen, die die Welt seit über einem halben Jahr in Atem hält?

Das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber ich musste mich anfänglich doch sehr wundern, wie stark die Buchverfilmung tatsächlich vom Buch abweicht. Ich hatte den Film vor Jahren gesehen und fand diesen gut doch ist der Film überhaupt kein Vergleich zum Buch, da dieses noch einmal um Welten besser ist. Wie ich bereits erwähnt habe, konnte ich Percy schon nach wenigen Seiten ins Herz schließen und dies gilt gleichfalls für die anderen Protagonisten. Seien es Grover, Annabeth oder Luke. Alle sind sehr individuell porträtiert und mit ganz unterschiedlichen Stärken und Schwächen versehen. Trotz ihrer göttlichen Abstammung und der damit einhergehenden Fähigkeiten wirken die Protagonisten dennoch bodenständig und nicht zu überheblich. Zugegeben, ein paar Ausnahmen gibt es natürlich immer aber die gibt es auch bei den „normalen“ Menschen und die sogenannten Halbgötter sind eben eines, Menschen. Von daher sind diese Ausschweifungen durchaus plausibel. Die Individualität der Charaktere zeichnet diese Geschichte aus. Trotz ihrer Eigenheiten und Schwächen stehen die Protagonisten sich gegenüber treu bei und vermitteln so ein tolles Bild von Toleranz gegenüber Personen, die anders sind als man selbst sowie von Vertrauen und Freundschaft, wodurch eine sehr große Charaktertiefe aufgezeigt wird, was mir wirklich sehr zugesagt hat.

Darüber hinaus kann die Geschichte bei mir mit einem sehr unterhaltsamen und lockerem Erzählstil punkten. Die Protagonisten nehmen kein Blatt vor den Mund und die skizzierten Gedankengänge, vor allem von Percy, fand ich urkomisch, wodurch mir mehr als ein Mal ein Lächeln auf die Lippen gezaubert werden konnte.

Einen runden Abschluss schafft die Handlung als solche. Mir hat das Setting wahnsinnig gut gefallen, ich fand es innovativ und mehr als amüsant, da mir die Verschiebung der Gottheiten aus der Antike in unsere jetzige Zeit sehr zugesagt hat. So kann die Geschichte nicht nur mit einer vielversprechenden Handlung aufwarten, die ein Anstoß in eine sehr verzweigte und komplexe Welt eröffnet, sondern punktet gleichzeit auch mit liebevollen Protagonisten, weshalb ich diesen Band direkt ins Herz geschlossen habe. Dieser Auftaktband ist bei weitem nicht perfekt, da an vielen kleinen Ecken ersichtlich wird, das es sich bei Percy Jackson – Diebe im Olymp um ein Kinder- und Jugendbuch handelt und so die Ansprüche eines erwachsenen Lesers vielleicht nicht in Gänze erfüllt werden, aber wenn man das etwas außer Acht lässt, hat man mit Percy Jackson eine wundervolle Welt vor Augen, die ein stimmiges Bild von Freundschaft und Mut vermittelt und zu jeder Zeit zu überzeugen weiß. Ein für mich absolut lesenswerter Auftaktroman, welchen ich wärmstens empfehlen kann!

Fazit zu Percy Jackson – Diebe im Olymp

Percy Jackson – Diebe im Olymp ist ein überaus sympathisches Jugendbuch mit einem mehr als interessanten Setting und bezaubernden Charakteren, die einem sofort ans Herz wachsen. Ein mythologisches und sehr zu empfehlendes Abenteuer für jedermann!

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Percy Jackson - Diebe im Olymp von Rick Riordan

Autor: Rick Riordan
Übersetzung: Gabriele Haefs
Verlag: Carlsen Verlag
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Preis: 16,90 € [Buch] | 8,99 € [Taschenbuch] | ISBN-13: 978-3551554376
Einband, Umfang: Hardcover, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2010
Reihe: 1 von 5
Kaufen: Amazon* | Carlsen Verlag | Stadtbibliothek Köln

Über den Autor Rick Riordan

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Länder verkauft worden.

Reiheninfo Percy Jackson

Quellenangaben

Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Percy Jackson – Diebe im Olymp stammen vom Carlsen Verlag.
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  • Servus Philip,
    hach, ich liebe ja Percy Jackson! Ich finde Rick Riordan hat zudem einen herrlichen Humor, so dass an beim Lesen mehr als einmal laut lachen muss oder schmunzeln. Mindestens genauso gut finde ich Die Helden des Olymp. Alle Figuren daraus sind mir beim Lesen der Reihe wie Freunde ans Herz gewachsen und noch heute überlege ich ab und zu, ob ich nicht doch mal einen blauen Kuchen backe 😉

    Viel Spaß mit dem Rest der äußerst unterhaltsamen Reihe!
    Liebe Grüße
    Kati