Rezension // Die Auslese 2 – Nichts vergessen und nie vergeben


Rezension: Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben

Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.

Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr …

Meine MeinungBereits der Auftaktroman der „The Testing“-Reihe von Joelle Charbonneau hat zu seiner Zeit, im Jahr 2013, die Gemüter geschieden. Viele waren über alle Maßen begeistert, während viele das Buch als billige Panem Kopie gebrandmarkt haben. Ich für meinen Teil habe das damals nicht so empfunden und sehe es heute auch immer noch nicht so sondern bin nach wie vor ein großer Fan der Reihe. Dies hat sich auch nach der Lektüre des zweiten Bandes nicht geändert auch wenn hier die Gemüter wieder weit auseinandergehen. Ich hatte zumindest auch beim Lesen des zweiten Romans wieder viele schöne Lesestunden. Anfangs bin ich aber wie ich zugeben muss, nur schwer wieder in die Geschichte gekommen, da Band 1 doch schon über 1,5 Jahre her ist und ich nicht mehr alle Geschehnisse vor Augen hatte. Dabei ist mir promt der erste störende Punkt aufgefallen. Was beim direkt aufeinanderfolgenden Lesen der Bände eins und zwei nur gestört hätte fehlt mir jetzt nach einer so langen Pause leider und zwar sind das die Rückblicke auf die vorangegangenen Ereignisse. Durch kleinere Flashbacks und wiedergewonnene Erinnerungsfetzen von Cia bekommt man zwar sporadisch einen Rückblick geliefert. Diese fallen meiner Meinung nach aber viel zu kurz aus.

Apropos Cia. Während sie mir in Band 1 noch super gut gefallen hat, fand ich sie jetzt fast nur noch nervig und zu perfekt. Sie steht unter Dauerbelastung, rennt von einer Pflichtveranstaltung zur nächsten, muss sich neuen Herausforderungen und Gefahren stellen, steht unter ihr bewusster Beobachtung und arbeitet das ohne wirkliche Probleme und nur 1-2 Stunden Schlaf am Tag problemlos ab. Irgendwo hört dann aber auch die Glaubwürdigkeit dabei auf. Hier hätte Frau Charbonneau ihre Protagonistin menschlicher gestalten können, sehe ich zumindest so.

Nichtsdestotrotz ist die Handlung, ähnlich des Vorgängers, aber sehr lesenswert und mitreißend. Nach einiger Eingewöhnungszeit war man als Leser dann letztendlich doch wieder mitten im Geschehen und fieberte mit den Protagonisten, auch wenn hauptsächlich Cia im Fokus stand und die anderen im Hintergrund etwas verblasst sind, mit womit eine tolle Atmosphäre rund um die Universität, die Auslese in Tosu Stadt und den Wiederstand geschaffen worde, die sehr lesenswert gestaltet worden ist. Der tolle Sprachstil und die raffiniert eingebauten Cliffhanger am Kapitelende fördern diese Empfindungen wodurch ein kurzweiliges Lesevergnügen entstand.

Leider wirft dieser zweite Band aber wieder mehr Fragen auf als er löst, womit er allerdings der Rolle des typischen Mittelbands einer Trilogie gerecht wird. Irgendwie schade. Aber ich muss definitiv wissen, wie sich die Ereignisse um Cia im großen Finale entwickeln auch wenn ich hoffe, dass Band drei nicht wieder so lange auf sich warten lässt und der Abschluss wieder mehr richtig macht als Die Auslese 2.

Weiteres:

Die Auslese 2 by Penhaligon Verlag

Autorin: Joelle Charbonneau
Verlag: Penhaligon
Genre: Dystopie/Thriller
Preis: 16,99 € [Buch] | 13,99 € [eBook] | ISBN-13: 978-3764531188
Einband, Umfang: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2015
Reihe: 2 von 3
Kaufen: Amazon | Thalia | Buchhandel.de | Decius

Über die Autorin:

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.

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Quellenangaben:

Der Klappentext und das Buchcover stammen vom Penhaligon Verlag.


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2 Pingbacks/Trackbacks

  • Sabrina C

    Hi Philip! Wie schön, dass du wieder am Start bist! <3
    Viele haben ja wirklich ein bisschen was zu kritisieren gehabt. Mittelband halt. 😀
    Ich bin aber auch super neugierig auf den Abschluss!
    Danke fürs Verlinken.

    Liebste Grüße
    Sabrina

  • Lielan

    Hey :3
    Ich schäme mich gerade sehr, als Dystopie-Oberjunkie, dass ich es immer noch nicht geschafft habe den ersten Band der Trilogie zu lesen. Und das obwohl er schon recht lange im Regal steht *schnief*. Loooooos motiviere mich! :-*

    *knuddel*
    Lielan ♥

    • Huhu du Liebe ♥
      Das ist ja fast schon frech, dass du als Dystopien-Junkie das erste Buch noch unangetastet im Regal hast aber was sage ich da, ich bin ja nicht viel besser 😀 Ich sag nur Teri Terry 😛

      Philip :-*

      • Lielan

        Oh mein Gott, Ja!! Ich hasse dich so sehr dafür 😀 SIGNIERT UND UNGELESEN – wie kannst du nur???!

  • Nazurka

    Gute Rezension. Ich fand Band 1 damals wirklich gut und bin selbst gespannt, wie mir diese Fortsetzung hier wohl gefallen wird.

    Liebste Grüße,
    Nazurka

    • Vielen Dank erst einmal. Band 1 war echt super toll aber wie gesagt, Band 2 eher so *meeeeeh* als *yeaaaah*. Aber das sehen viele anders. Kannst ja sagen, wie dir der 2. Band gefallen hat 🙂 Würde mich sehr interessieren 🙂

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