[Rezension] Die Herrschaft der Orks (Michael Peinkofer)


Die Ork-Brüder Balbok und Rammar sind in einem Inselreich gestrandet und geben sich dort nach Lust ihres dunklen Herzens dem Blutbier und Fressgelage hin – und der Langeweile. Doch sie ahnen nicht, dass in der Welt außerhalb der Inseln inzwischen Jahrhunderte vergangen sind. Die alten Gesetze sind außer Kraft, die Verbündeten der Orks längst tot. Ihre Heimat, die Modermark, ist zur Gnomenmark geworden, und Elfen und Zwerge liegen in einem erbitterten Krieg um die Reiche von Erdwelt. Zeit für zwei Orks, für die ein klauenfester Streit ebenso erstrebenswert ist wie die Weltherrschaft …

© Cover: Piper Verlag

Titel: Die Herrschaft der Orks

Autoren:  Michael Peinkofer
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 12.03.2013
ISBN: 978-3492702089
Preis: 16,99 Euro
Format & Umfang: Broschiert, 528 Seiten
Reihe: 4/4
Wertung: 4/5 Punkte

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In Die Herrschaft der Orks entführt uns Michael Peinkofer in sein mittlerweile viertes Abenteuer mit den zwei Ork-Brüdern Balbok und Rammar zurück nach Erdwelt.
Bevor man die Helden der alten Zeit, die beiden ungleichen Orkbrüder trifft, wird der Leser zunächst Zeuge eines missglückten Experiments, bei dem ein Zwerg bei einer Explosion sein Leben lässt. Diese Explosion wird im späteren Verlauf der Geschichte, vor allem im großartigen Finale, von großer Bedeutung werden…
Die Orkbrüder Rammar und Balbok könnten unterschiedlicher nicht sein.
Rammar, klug, klein und sehr dick, ist einer der Könige der Orks, welcher sehr pessimistisch ist, sich mit nichts zufrieden gibt, die Schuld für seine eigenen Fehler auf andere, vorzugsweise auf seinen Bruder abschiebt und seine Untertanen von Oben herab ansieht.
Balbok hingegen, groß, schlank und nicht mit großer Intelligenz gesegnet ist hingegen Volksnah und aus diesem Grund sehr bei seinem eigenen Volk beliebt. Neben seinem Bruder ist auch er König der Orks.
Beide fristen ihr Dasein als Könige im Exil und Leben dort mit ihren Utnertanen wie die Maden im Speck bis sie einen Menschen treffen, welcher sich mit einem Luftschiff zu ihnen ins Exil wagt. Dieser Mensch ist Dag, ein Erfinder, großartiger Krieger und guter Anführer, welcher die beiden Orks zurück nach Erdwelt holen möchte, um diese Welt vor einer übermächtigen Gefahr zu retten. Ein spannendes Abenteuer nimmt seinen Lauf…
Leider ist dies mein bisher erster Roman von Michael Peinkofer, weshalb ich auch die Vorgänger der Orks noch nicht kenne, sehr schade.

„Verrückt ist nur, wer sich auf ein Spiel einlässt, das er nicht gewinnen kann“ – Seite 187

Der einfache und flüssige Sprachstil von Peinkofer fällt von Anfang auf positiv auf, wodurch der Einstieg in den Roman sehr leicht fällt. Trotz der anfänglich gewöhnungsbedürftigen Ork-Vokabeln die im Anhang des Romans erklärt werden, ist das Lesen sehr einfach, da sich viele Wörter aus dem Kontext erschließen lassen.
Nachdem die beiden Orks zusammen mit dem Menschen nach Erdwelt zurückgekehrt sind, müssen sie zu ihrem Bedauern feststellen, dass sich vieles verändert hat und sie von einer Bedrohung ins nächste Abenteuer stürzen.

Die nahezu durchgehend hohe Spannung lässt einen über die einzelnen Zeilen fliegen. Es gibt kaum eine Verschnaufpause bzw. einen Hänger in der Geschichte, was sie besonders mitreißend macht.

„Wissen war wertfrei. Es unterlag keiner Beurteilung und keiner moralischen Instanz; erst die falsche Nutzung oder der bewusste Missbrauch konnten es gefährlich werden lassen“ – Seite 17

Die Charaktere sind sehr detailliert, ihre verschiedenen Charakterzüge sehr unterschiedlich, was sie auf die eine oder andere Art und Weise sympathisch macht und dazu führt, dass man sogar mit Orks mitfiebern kann.

Während Rammar nur sein eigentliches Ziel verfolgt und sehr gleichgültig an die Abenteuer herangeht ist Balbok engagierter, wodurch man die Reise aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt. Als verknüpfendes und schlichtendes Element zwischen den Beiden kann Dag sehr überzeugen.
Alles in allem ist Die Herrschaft der Orks eine wirklich packende Reise durch Erdwelt die in einem überragenden Finale gipfelt und für tolle Lesestunden sorgt. Auch das Buchcover ist schön anzusehen, welches die beiden Ork-Könige zeigt.
Leider trüben viele Rechtschreibfehler den Lesespaß, wodurch ich leider einen Punktabzug geben muss.

Insgesamt ist Die Herrschaft der Orks ein fantastischer Roman, welcher für Fans der High-Fantasy ein Must-Read ist, da man diese tolle Geschichte sofort verschlingt. Auch das Finale ist großartig und lässt auf eine Fortsetzung hoffen, was mich über alle Maßen freut.
Unbedingt Lesen!

 

Reiheninfo:
1. Die Rückkehr der Orks
2. Der Schwur der Orks
3. Das Gesetz der Orks
4. Die Herrschaft der Orks

Die Bände 1-3 gibt es übrigens als Sammelband für den Preis von 20 Euro.

Meine Rezension findet ihr auch auf:

Über eine positive Bewertung freue ich mich natürlich sehr!

Ich bedanke mich rechtherzlich bei Lovelybooks und dem Piper Verlag, welche mir freundlicherweise dieses tolle Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Der Klappentext, die Zitate und das Buchcover stammen vom Piper Verlag.

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