[Rezension] Die Drachen der Tinkerfarm von Tad Williams


Die Drachen der Tinkerfarm von Tad Williams als Welttag des Buches Sonderausgabe

Zum Buch:Die beiden Geschwister Tyler und Lucinda sollen auf Einladung ihres Onkels ihre Sommerferien auf dem Land verbringen, genauer gesagt auf der Tinkerfarm (Ordinary Farm). Bei ihrem Aufenthalt auf der Farm erleben sie zu ihrer Überraschung sehr viele außergewöhnliche Dinge, lernen merkwürdige Tiere kennen lernen und kommen nach und nach hinter die Geheimnisse der Tinkerfarm und müssen aufpassen, sich nicht zu sehr in Gefahr zu bringen. Eine spannende „Schatz“suche beginnt.

Titel: Die Drachen der Tinkerfarm (Originaltitel: The dragons of the Ordinary Farm)
Autoren: Tad Williams & Deborah Beale
Verlag: Klett-Cotta
Sprache: Deutsch
Umfang: 379 Seiten
ISBN: 978-3608938210
Preis: 19,95 EUR


Meine Meinung:
Geschichte/Handlung:
Die Geschichte benötigt leider sehr lange bis sie in Schwung kommt. Die ersten 100-150 Seiten zieht sich die Handlung sehr in die Länge wobei kaum etwas passiert. Erst danach wird die Story interessanter und das Lesen macht Spaß. Leider dauert mir das aber alles zu lange, wobei die Geschichte durchaus Potenzial hat das aber nicht richtig ausgeschöpft wurde. Vielleicht ist der zweite Roman da etwas besser?!
Charaktere:
Die Anzahl der Charaktere bleibt überschaubar, dennoch sind die Charakterzüge nicht besonders liebevoll geschildert und das Hineinversetzen ist mir dadurch etwas schwer gefallen. Trotzdem gelingt es den Autoren, dass man manche Charaktere liebgewinnt und manche abstoßend findet. Es wird also ein gutes Verhältnis zwischen Gut und Böse geschaffen.
Schreibstil:
Am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen. Es ist zwar ein sehr einfacher Sprachstil ohne große Höhepunkte und für ein sehr junges Publikum ausgelegt, trotzdem schaffen es die Autoren nach einiger Zeit, den Leser in seinen Bann zu ziehen, was dafür spricht, dass der Schreibstil durchaus angebracht ist und gefallen hat.
Cover & Titel:
Das Cover finde ich sehr gut gelungen, schön liebevoll illustriert aber doch düsterer als die Geschichte insgesamt ist, trotzdem ist es mir positiv aufgefallen. Den Titel finde ich allerdings furchtbar im Deutschen, da „Tinkerfarm“ einfach beknackt klingt. Da hätte man durchaus einen kreativeren Namen finden können.
Fazit:
Leider beginnt der Roman sehr langweilig weshalb ich sehr mit mir kämpfen musste, Die Drachen der Tinkerfarm nicht einfach beiseite zu legen und mich interessanteren Romanen zu widmen. Doch mein Durchhaltevermögen wurde zum Schluss dieses Fantasy-Romans belohnt da er doch noch spannender wurde als ich erwartet habe. Wer ein nettes, kindgerechtes Buch mit rund 380 Seiten Umfang für nebenbei sucht, wird hier fündig, sollte aber nicht zu viel erwarten.
Alles in allem gebe ich dem Roman von Tad Williams und Deborah Beale 3,5/5 Sternen, da er doch erhebliche Schwächen am Anfang aufweist, welche zwar zum Schluss nicht mehr auftauchen aber doch hängen geblieben sind. Wer von euch hat den Roman ebenfalls gelesen und was sagt ihr dazu? Wird es im zweiten Teil besser oder zieht es sich dort ebenfalls wieder in die Länge?
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  • karin

    Hallo Philip,

    in welchem Alter würdest Du, dass Buch empfehlen??

    LG…Karin…

  • Hallo Karin,

    das ist eine gute Frage. Ich finde es relativ harmlos. Entweder bin ich abgehärtet oder es ist wirklich harmlos, ich würde sagen so ab 6 ca.