Der Donnergott Thor hat mal wieder seinen Hammer verloren – die stärkste Waffe in allen Neun Welten! Und diesmal ist er zu allem Übel in Feindeshände geraten. Magnus und seine Freunde müssen den Hammer so schnell wie möglich zurückholen, denn ohne ihn ist die Welt der Sterblichen einem Angriff der Riesen wehrlos ausgeliefert. Der Weltuntergang Ragnarök droht! Als Verbündeten braucht Magnus ausgerechnet den gerissenen Gott Loki – doch der Preis für seine Hilfe ist hoch …

Achtung: Bei dieser Rezension handelt es sich um eine Buchbesprechung des 2. Teils der Reihe Magnus Chase von Rick Riordan. Eventuelle Spoiler zum Vorgängerroman sind daher nicht auszuschließen!

Meine Meinung zu Magnus Chase – Der Hammer des Thor von Rick Riordan

Rick Riordan entführt uns mit seinem zweiten Wikingerabenteuer Magnus Chase – Der Hammer des Thor erneut in die nordische Mythologie und zwar nach Asgard bzw. ins Hotel Walhalla. Die Handlung setzt nahezu nahtlos an den Ereignissen des ersten Romans Magnus Chase – Das Schwert des Sommers an. Im Fokus der Geschichte steht auch in der Fortsetzung wieder der Protagonist Magnus Chase, welcher sich mittlerweile mit seiner ihm auferlegten Rolle und Verantwortung abgefunden hat und sich größtenteils ohne Probleme in die nordische Gesellschaft integriert hat. Die Handlung, die in der ersten Geschichte bereits angedeutet worden ist, wird in diesem Sequel nun aufgegriffen und fortgeführt. Thors Hammer ist immer noch verschwunden und Magnus wird mehr oder weniger von Thor höchst selbst damit beauftragt, diesen wiederzuholen. Doch das Problem ist, dass er sich in den Fängen der Erzfeinde der Arsen befindet und es nicht so einfach sein dürfte, diesen aus den Händen der Riesen zu befreien. Vor allem nicht mit einer alten List, da es in der Vergangenheit bereits zu einem ähnlichen Vorfall gekommen ist und sich die Riesen kein zweites Mal so an der Nase herumführen lassen. So begibt sich Magnus in Begleitung alter und neuer Freunde erneut auf die Reise, um den sogenannten Göttern Asgards unter die Arme zu greifen. Doch handelt es sich bei dem Diebstahl nur um eben ein einfaches Delikt oder steckt vielleicht mehr dahinter und wo ist eigentlich Loki, den ich in Band 1 schmerzlich vermisst habe?

Nachdem ich bereits viel Spaß mit dem ersten Teil der Magnus Chase Reihe von Rick Riordan gehabt habe, hab ich mich wahnsinnig auf die Fortsetzung gefreut. Ich stehe einfach total auf die nordischen Götter und die komplette Mythologie, auch wenn die Götter wie bspw. Thor eher karikiert dargestellt werden und nicht so kraftprotzend daherkommen wie beispielsweise in den Marvel Verfilmungen. Nach einem kurzen „Abholer“ am Anfang war man direkt wieder im Bilde des vorangegangenen Abenteuers und hatte so keinerlei Mühen, sich in die Geshcichte einzudenken. Die Handlung ist von Anfang an klar strukturiert und plausibel und ich hatte keinerlei Probleme, mich wieder zurechtzufinden. Allerdings muss ich leider sagen, dass dieser zweite Teil doch so einige Längen beinhaltet, die ein ununterbrochenes Lesevergnügen nicht möglich gemacht haben. Einige Passagen, beispielsweise das Bowlingturnier, fand ich überflüssig und völlig fehl am Platz, wodurch der positive Gesamteindruck doch etwas geschmälert worden ist.

Hinzu kommt, dass mir der Aufbau doch sehr aus dem ersten Teil bekannt vorgekommen ist. Dieses Mal wir nur nicht das Schwert des Sommers gesucht (dieses kommt übrigens wieder vor, worüber ich mich sehr gefreut habe), sondern eben Thors Hammer. Dafür müssen die Protagonisten wieder von A nach B und dann nach C laufen, damit sie der finalen Aufgabe näherkommen. Leider fand ich dies wenig innovativ.

Doch das eigentliche Herzstück von Magnus Chase – Der Hammer des Thor sind ohnehin die vielschichtigen und abwechslungsreichen Charaktere. Neben der Muslima Samira, die sich in einem Umfeld voll nordischer Götter oder Atheisten zurechtfinden muss und der genderfluiden Alex Fierro wirkt der Protagonist Magnus teilweise sehr blass, obwohl er es gar nicht ist. Nur sind andere Charaktere noch deutlich interessanter. Speziell Alex Flierro hat mich sehr beeindruckt, da es der Autor Rick Riordan geschafft hat, eine so wichtige Thematik, der Genderfluidität, so plausibel und verständlich zu erklären und das in einem Jugendbuch. Sehr lobenswert!

Bis auf einige Längen war die Geschichte alles in allem aber wieder sehr unterhaltsam. Rick Riordan hat einen ganz eigenen Humor, welchen er immer wieder sehr geschickt in die Handlung integriert und das Lesen zu einem humoristischen Abenteuer gestaltet. Leider merkt man aber, dass das Abenteuer rund um Magnus Chase sich dem Ende zuneigt. Das Finale des Buchs war sehr vorhersehbar und irgendwie wirkt der Roman eher wie so ein typisches Brückenelement, welches zum einen auf das große Finale der Reihe hinarbeitet und zum anderen die Percy Jackson Romane um eine weitere Figur ergänzen soll. Wohin die Reise mit Magnus Chase zukünftig gehen wird? Schwer zu sagen.

Mit Magnus Chase – Der Hammer des Thor hat Rick Riordan auf jeden Fall ein witziges und abwechslungsreiches Abenteuer geschrieben, welches mich gut unterhalten konnte. Leider trüben einige Schwachstellen den ansonsten stimmigen Eindruck.

Fazit zu Magnus Chase – Der Hammer des Thor von Rick Riordan

Eine solide konstruierte Fortsetzung, tolle Wiedersehen mit alten Bekannten und eine sich steigernde Verwebung in die Geschehnisse rund um Percy Jackson. Leider hat die Fortsetzung zwischendurch einige Längen, aber nichtsdestotrotz ist Magnus Chase – Der Hammer des Thor eine gelungene Geschichte und für Rick Riordan Fans ohnehin eine Pflichtlektüre.

The Breakdown

Eine solide konstruierte Fortsetzung, tolle Wiedersehen mit alten Bekannten und eine sich steigernde Verwebung in die Geschehnisse rund um Percy Jackson. Leider hat die Fortsetzung zwischendurch einige Längen, aber nichtsdestotrotz eine gelungene Geschichte und für Rick Riordan Fans ohnehin eine Pflichtlektüre.
Handlung 6.0
Spannung 5.0
Charaktere 9.0
Sprache & Stil 7.0
Cover & Gestaltung 8.5
Hörbuch & Sprecher 7.0
Pros
- Erstklassige Charaktere
- Interessante Handlung in einem unterhaltsamen Setting
- Viel Humor
Cons
- Teilweise einige Längen
- Vorhersehbares Ende

Weiteres

Magnus Chase - Der Hammer des Thor von Rick Riordan

Autor: Rick Riordan
Übersetzung: Gabriele Haefs
Gelesen von: Nicolás Artajo
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendbuch
Preis: 19,99 € [Hardcover] | ab 9,95 € [Hörbuch] | ISBN-13: 978-3551556691
Einband, Umfang: Hardcover, 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017
Reihe: 2/3
Kaufen/Weitere Infos zum Buch: Thalia* |  audible (Kostenlos im Probemonat)* | Carlsen Verlag |

Über den Autor Rick Riordan

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Boston und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Länder verkauft worden. Auch seine nachfolgenden Serien, »Die Kane-Chroniken«, »Helden des Olymp«, »Percy Jackson erzählt«, »Magnus Chase« und »Die Abenteuer des Apollo«, schafften auf Anhieb den Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten.

Reiheninfo Magnus Chase

#2 Der Hammer des Thor
#3 Das Schiff der Toten (ET: vorauss. Sommer 2018)

Weitere Rezensionen zu Magnus Chase – Der Hammer des Thor von Rick Riordan

  • Rezension: Magnus Chase 2: Der Hammer des Thor (Liberiarium)
  • Rezension „Magnus Chase – Der Hammer des Thor“ (Levenyas Buchzeit)
  • Rezension: Magnus Chase (2) – Der Hammer des Thor | Rick Riordan (BücherKaffee)

BookPlanetarium Buchtalk zur Romanreihe Magnus Chase

Quellenangaben

Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Magnus Chase – Der Hammer des Thor von Rick Riordan stammen vom Carlsen Verlag.
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