Ich begrüße euch zum mittlerweile vierten Tag der großen Blogtour zur Bestsellerautorin Rainbow Rowell. Die beiden deutschen Verlage DTV und Hanser haben sich in diesem Sommer zusammengetan und veröffentlichen die neusten Bücher der Autorin zusammenhängend. Die Rede ist natürlich von den Werken Fangirl und Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow.

Nachdem wir in den vergangenen Tagen bereits einige tolle Informationen zur Autorin Rainbow Rowell sowie den Protagonisten des Werkes erfahren haben, geht es heute etwas persönlicher und und buchunabhängier zu, denn ich werde, thematisch passend, auf mein Leben als Fanboy näher eingehen und wünsche euch dabei ganz viel Spaß. Selbstverständlich könnt ihr am Ende des Beitrags auch wieder etwas gewinnen.

Alles begann ungefähr im Jahr 2001, als ich als ein kleiner 12-jähriger Junge ins Kino stürmte und eines der nach wie vor größten Fandoms für sich entdeckte. Die Rede ist natürlich vom Harry Potter Franchise (obwohl Der Herr der Ringe ebenfalls in diesem Jahr anlief, was ein krasses Jahr!), welches mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Obwohl ich mich damals eher für PC Spiele und weniger für Bücher interessierte, hat mich die Faszination Harry Potter gepackt und seither nie wieder losgelassen. Ich bin mir zwar nicht mehr ganz sicher, ob ich zuerst das erste Buch oder den ersten Film gelesen habe, aber meine Neugierde auf das Fandom war geweckt. So wuchsen nicht nur die Charaktere in Harry Potter zu jungen Erwachsenen heran, sondern ich auch. Über die Jahre hinweg habe ich mich immer wieder auf die Filme gestürzt und ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Male ich die Filme mittlerweile gesehen habe, aber glücklich machen sie mich immer noch.

Trotz der Tatsache, dass ich die Bücher dann doch irgendwann ergriffen habe, hat es bei mir dennoch nie ganz gereicht, um mich auch für andere Bücher zu begeistern, obwohl ich auch die Verfilmung des Herrn der Ringe einzigartig gelungen fand. Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass ich mit der Romanvorlage von Tolkien seinerzeit (und teilweise heute immer noch) nicht klargekommen bin oder ich das Gaming nach wie vor interessanter fand, Bücher waren nie mein bevorzugtes Medium. In meiner Jugend war ich dann eher Fanboy auf Lanpartys, aber nie so leidenschaftlich, wie ich es heute bin. Zurückblickend finde ich es daher umso erstaunlicher, dass ich mich bis heute so zu einem Fanboy entwickeln konnte.

Meine große Leidenschaft für Bücher habe ich erst seit ungefähr 6 oder 7 Jahren (wieder) für mich entdeckt. Schuld daran ist mein Bruder und einer meiner nach wie vor liebsten deutschen Fantasy Autoren, nämlich Markus Heitz. Irgendwie habe ich zu Zeiten des Herrn der Ringe zwar schon eine gewisse Begeisterung für Zwerge wahrgenommen (wer mag schon Elben, wenn es Gimli gibt?! – Okay, Legolas und Tauriel rocken ganz ordentlich), aber erst durch die Zwerge Reihe des deutschen Autoren bin ich wieder vollends in diesem Genre angekommen. Ich habe erstaunlicherweise die Bücher (damals waren es die Werke Die Zwerge 1 – 4), trotz der Tatsache, dass ich ein Lesemuffel war, innerhalb kürzester Zeit weggelesen und war ganz begierig darauf, weitere Werke rund um Zwerge zu lesen. Als ich alles, was für mich relevant war, gelesen hatte, habe ich einen Blick über den Tellerrand hinaus gewagt und mich auf viele unterschiedliche Werke eingelassen. Mein Hunger auf mehr Bücher war geweckt und das eröffnete mir, nachdem ich knapp 10 Jahre zum ersten Mal den Blick in Richtung Fantasy und Jugendbuch mit Harry Potter proaktiv erschlossen habe, ganz viele neue Türen und Möglichkeiten.

Markus Heitz und ich

Mein Fanherz war vollends geweckt und aufgrund der Tatsache, dass ich mittlerweile viel las, verspürte ich auch mehr und mehr den Drang, über das gelesene zu reden. Dadurch gelang ich zunächst zu Leserunden und darauf folge mein eigener Blog. Hier konnte ich meiner Leidenschaft vollends folgen und diese sich entfalten lassen.

Mittlerweile kann ich mich nicht mehr nur für Harry Potter oder Herr der Ringe (nur die Verfilmung, die Bücher meide ich!) begeistern, sondern entdecke auch durch die Online-Vernetzung immer wieder tolle neue Fandoms, die ich ins Herz schließe.

Fanboy zu sein bedeutet für mich dabei, sich voll und ganz in dieser Welt zu verlieren, auch wenn es nur für ein paar Stunden sind. Sei es der x-te ReRead oder Re-Watch meiner liebsten Bücher, Filme und Serien, das spielen von Brett- und Gemeinschaftsspielen, die aufgrund der Vorlagen entstanden sind, Aktionen rund um diese Fandoms, wie beispielsweise der Harry Potter Watch-Along, durchzuführen, Conventions zu besuchen, um neues aus den Fandoms und zu den Darstellern zu erfahren oder für eine gewisse Zeit sogar in die Rollen der Protagonisten als Cosplayer zu schlüpfen. Ich identifiziere mich durch meine Leidenschaft für meine Fandoms, ich gehe darin vollkommen auf und habe viele der Protagonisten so sehr ins Herz geschlossen wie einige meiner besten Freunde. Diese Leidenschaft macht mich aus und ich liebe es so sehr, mich immer wieder aufs neue für Bekanntes oder auch Neues begeistern zu können. Und das beste: Man ist mit seiner Leidenschaft nie alleine. Sei es online wie offline, es gibt viele fantastische Menschen, die dieselbe Passion teilen und dadurch zu wahnsinnig guten Freunden werden können!

The Hunger Games Cosplay auf der German Comic Con 2016 in Dortmund
The Hunger Games Cosplay auf der German Comic Con 2016 in Dortmund

Obwohl ich selbst zwar keine Fanfiction zu einem gewissen Fandom schreibe (und nie geschrieben habe), kann ich die Begeisterung der Protagonistin Cath aus dem Buch Fangirl von Rainbow Rowell sehr gut nachvollziehen. Cath schreibt vor allem, um „sich in der Welt der Magier zu verlieren und dort zu verweilen“ (S. 104, Fangirl) und ganz ähnlich ist es mit mir als Fanboy auch. Ich lebe für meine Leidenschaft und um der normalen Welt zu entkommen bzw. diese um eine ganz zauberhafte Art und Weise zu erweitern. Cath lebt für ein einziges Fandom, ich kann mich hingegen nicht festlegen, da ich so viele tolle Welten für mich entdeckt habe. Das wichtigste ist aber in meinen Augen, dass man Spaß an dem hat, was man tut, sich nicht unwohl fühlt und seiner Leidenschaft uneingeschränkt nachgehen kann – Egal, ob man nun liest, Serien- und Filme schaut, Geschichten schreibt oder einer ganz anderen Leidenschaft nachgeht.

Wenn ihr mehr über Cath Leidenschaft erfahren wollt, dann empfehle ich einen vertiefenden Blick in das neue Buch von Rainbow Rowell mit dem Titel Fangirl. Es lohnt sich!

Gewinnspiel zur Rainbow Rowells Büchern

Zum Abschluss darf bei einer Blogtour natürlich auch ein Gewinnspiel nicht fehlen. In Zusammenarbeit mit dem Hanser Verlag darf ich heute ein Exemplar des Buches Fangirl von Rainbow Rowell verlosen. Hierfür müsst ihr lediglich die Gewinnspielfrage in den Kommentaren beantworten (ihr könnt auch als Gast kommentieren, ein separater Account wird nicht benötigt!) und die Teilanhmebedingungen beachten. Viel Glück.

Fangirl von Rainbow Rowell
Fangirl von Rainbow Rowell

Gewinnspielfrage

Könnt ihr euch, ähnlich wie die Protagonistin Cath, auch für ein bestimmtes Fandom vollends begeistern und wieso? Welches wäre das?

Teilnahmebedingungen

Die genauen Teilnahmebedingungen könnt ihr der folgenden Seite entnehmen. Zusätzlich kann der Versand auch nach Österreich und in die Schweiz erfolgen!

Das Gewinnspiel läuft vom 01. August 2017 bis einschließlich 06. August 2017.

Die Stationen der Rainbow Rowell Blogtour noch einmal kurz in der Übersicht

29. Juli Büchersichtiges Herz
30. Juli Zeilenfuchs 
31. Juli Miss Paperback
01. August Book Walk
02. August Liberiarium
03. August Book-ilicious
04. August Buchschatzjägerin

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  • Sonja Bücher

    Guten morgen Philip,

    ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich es nicht so mit „Fangirling“ habe. Ich mag etwas, finde es auch toll und lese die Bücher gerne. Aber ich bin niemand, der sich dann ein ganzes „Imperium“ rund um das Thema aufbauen würde.

    Liebste Grüße
    Sonja

    • Hallo Sonja,
      ich kann mich zum Glück auch nicht für jedes Thema exzessiv begeistern. Dann würde ich ja zu gar nichts mehr kommen.
      Finde deinen Vergleich mit „ganzes Imperium“ ziemlich cool 😀

      Liebe Grüße
      Philip

      • Sonja Bücher

        😀 Ja, Zeit ist immer knapp bemessen. Wobei ich das bei anderen schon immer cool finde. Ich liebe dein und Lea’s Bild oben zum Beispiel total und finde das auch total hammer, was ihr da so manches Mal auf die Beine stellt.

        Jaaaa und irgendwann, wenn es zuviel wird… Dann schlägt „das Imperium“ zurück :p

        Liebste Grüße

  • Guten Morgen Philip
    Ich liebe solche Beiträge über die Leidenschaft zu Büchern/Serien/Filme zu lesen! „Fangirl“ hab ich anfangs Jahr bereits auf Englisch gelesen, aber mir gefällt das deutsche Cover so gut und mich konnte das Buch so begeistern, dass ich mit dem Gedanken eines rereads spiele 😊
    Mir geht es bei den Fandoms ähnlich wie dir, ich kann mich nicht wirklich festlegen. Allerdings bin ich seit Jahren ein riesen Fan von der Serie Supernatural. Momentan schaue ich die Serie auch wieder zum dritten (oder vierten?) Mal, irgendwann hab ich den Überblick verloren. Dann gubt es aber auch noch Doctor Who. Eine TARDIS steht in meinem Bücherregal und daneben liegt griffbereit ein Sonic Screwdriver (natürlich der vom zehnten Doctor). Funko Pops dürfen natürlich auch nicht fehlen. Aber auch das Filmstudio Ghibli hat es mir angetan. Ich schaue die Filme rauf und runter, habe überall Totoros in meinem Zimmer und auch ein Poster an der Wand. Kurz gesagt: Ein Blick in mein Zimmer zeigt wie sehr ich Bücher, Serien, Fimme und Animes mag. Und ja, eine zeitlang habe ich auch Fanfictions geschrieben oder mir die Charaktere für andere Geschichten ausgeliehen 😀
    Beim Lesen von „Fangirl“ dachte ich deshalb ziemlich oft „Das könnte ich sein!“. Cath ist mir deshalb unglaublich sympathisch und ich denke aus diesem Grund mochte ich das Buch so sehr. Eigentlich eine gute Zeit für einen reread 😄
    Liebe Grüsse
    Julia

    • Hallo Julia,
      ich muss ja gestehen, dass mich Fangirl bisher noch nicht so richtig packen konnte. Es ist zwar nicht schlecht, aber den großen Hype um das Buch verstehe ich aktuell leider nicht 🙁
      Ich kann dich auf jeden Fall bei Supernatural verstehen. Ich liebe die Serie sehr, bin aber nicht so krass unterwegs wie du. Das ist bei mir bei GoT allerdings der Fall (da bin ich glaube ich aber auch schon bei 5-6x :-D)
      An Doctor Who wage ich mich so langsam ran, bin aktuell in Staffel 2 und es wird besser. Hatte anfangs so meine Startschwierigkeiten 🙁

      „Filmstudio Ghibli“ kenne ich noch gar nicht, muss ich mir mal merken oO 🙂

      Dann mal nichts wie ran an den reread 😉

      Liebe Grüße
      Philip

      • Oh wie schade, vielleicht ist der Hype auch zu gross darum 🙁
        Bei Game of Thrones kann ich dich gut verstehen,ich schleiche ja schon eine Ewigkeit um die Bücher rum! Die Serie mag ich total, aber die neuen Folgen muss ich noch nachholen.
        Filme wie „Mein Nachbar Totoro“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ ist von Ghibli, veilleicht sagen dir die Filme mehr als das Studio 🙂
        Liebe Grüsse und einen schönen Abend
        Julia

        • Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das am Hype liegt. Da bin ich ja leider irgendwie immer besonders skeptisch und hab immer einen faden Beigeschmack dabei xD
          Die Bücher von GoT kann ich dir nur wärmstens empfehlen. Selten so etwas großartiges im Bereich Fantasy (abgesehen von „Der Name des Windes“) gelesen.

          Die Filme selbst sagen mir leider auch gar nichts 😀

          Liebe Grüße
          Philip

  • Vera Mahler

    Ich bin ein Fangirl von Harry Potter und Shadowhunters. Ich flippe immer aus, wenn ich etwas neues davon sehe. 😍

    Ein wunderschöner Beitrag.

    xoxo

    • Harry Potter kann ich ja komplett verstehen.
      Bei Shadowhunters bin ich immer noch irgendwie skeptisch. Da gehen die Meinungen so extrem auseinander. Jetzt speziell auf die TV-Serie oder die Bücher oder beides Bezogen?

      Dankeschön für das Lob Vera 🙂

  • Teresa Sporrer

    Hi!
    ja, es gibt ein paar Dinge, bei denen ich zum Fangirl mutiere. Und zwar sind das die Animes „Puella Magi Madoka Magica“ (meine teuerste Puella-Figur lag bei 200 Euro – gebraucht!) und „Danganronpa“, so wie bei der Buchreihe „Immortals After Dark“ von Kresley Cole. Und oh! Bei Pokemon … und bei den „Fire Emblem“-Spielen. Ohje, zu viel! XD

    • Hallo Teresa,
      herzlichen Glückwunsch. Du hast beim Gewinnspiel gewonnen. Vielen Dank fürs Mitmachen!
      Kannst du mir bitte deine komplette Anschrift per Mail an philip[at]book-walk.de schicken? Dann leite ich das an den Verlag weiter und das Buch wird auf den Weg zu dir gebracht!

      Liebe Grüße
      Philip

  • Jennifer Siebentaler

    Als Teenie mal von der Band Rammstein oder von der Serie Sailor Moon doch heute und das seit Jahren schon von gar nichts außer von jede menge Bücher FAN bin!
    🙂 VLG Jenny

  • Anette Leister

    Hallo,

    es gibt zwar einige Bücher und Filme, die mich sehr begeistern, aber ich würde mich nicht unbedingt als Fangirl bezeichnen. Weder brauche ich dazu dringend irgendwelche Merch Artikel, noch mache ich Cosplay oder lese oder schreibe Fanfiction.

    Gruß Anette

  • Ruzi

    Hallo Philip,

    als Kind und Jugendliche war ich eher ein „Fangirl“, z.B. bei Sailor Moon oder „Das lustige Taschenbuch“/Disney. Heute verliere ich mich lieber in den vielen tollen Geschichten die es zu entdecken gibt.

    Liebe Grüße und Danke für das tolle Gewinnspiel 🙂

    Ruzi

    ruzicak25@gmail.com

  • Sandra Eisenring

    Hm ich bin wohl schon bisschen zu alt um wirklich noch in den Fangirlmodus zu verfallen. Aber Star wars kommt dem was du so beschreibst wohl ziemlich nahe. Bin damit wirklich gross geworden ( richtig ich alte Schachtel) und den Fanclub gibts immer noch. Ein hart gesottner Kern trifft sich 4 Mal im Jahr für Clubaktivitäten und natürlich fürs Kino. Da auch öfter mal kostümiert.

  • Olaf Keith

    Ich finde man ist nie zu alt um Fanboy zu sein. Ich liebe auch viele Autoren und Franchises: Tolkien, Tad Williams, Game of Thrones, Harry Potter, Star Wars, Star Trek und und und…Ich habe da schon ziemlich viel was mich begeistert. Ich habe Fangirl gerade erst angefangen und zumindest der Anfang gefällt mir sehr. Das beste Buch, dass ich bislang über Fankultur gelesen habe ist übrigens HARRY: A HISTORY von Melissa Anelli, die über ihr Leben als Harry Potter Fan schreibt. Tolles Buch aus einer Insiderperspektive.

  • SaBine K.

    Hallo,
    sehr schöner Beitrag. 🙂
    Deine Begeisterung für Harry Potter kann ich total nachvollziehen. Dies ist auch mein längster Fandome. Ich muss jedes neue Buch um diese Reihe haben und freue mich über jede neue Verfilmung. Und habe die Filme schon x-mal gesehen.
    LG
    SaBine