Rezension // Star Wars: Verlorene Welten – Claudia Gray


Star Wars: Verlorene Welten - Claudia Gray
Star Wars: Verlorene Welten - Claudia Gray

Der lange Arm des Imperiums hat mittlerweile auch die entlegensten Winkel der Galaxie erreicht. So auch den Planeten Jelucan im Outer Rim. Für den jungen Aristokraten Thane Kyrell und seine Freundin Ciena Ree ist damit ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen, denn nun können sie auf der Imperialen Akademie ihre Leidenschaft für das Fliegen ausleben. Doch schon bald muss Thane erkennen, dass er die rücksichtslosen Methoden des Imperiums verabscheut …

Meine Meinung zu Star Wars: Verlorene Welten von Claudia Gray

Aktuell befinde ich mich in einem ziemlich großen Loch, was Star Wars Nachschub angeht. Rogue One ist seit ein paar Wochen zwar auch auf deutsch endliche rhältlich, aber es ist noch so lange bis zum Erscheinen von Episode 8 – The Last Jedi und die neue (leider auch die letzte) Staffel von Star Wars Rebels lässt auch noch auf sich warten. So gibt es, was den Film- und TV-Bereich angeht, aktuell nicht wirklich neues aus dem Star Wars Kosmos. Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Star Wars Bücher und Comics, die dem offiziellen Star Wars Kanon angehören und so offiziell neue Geschichten und weiterführende Informationen zu meinem geliebten Star Wars Universum liefern.

Eine dieser Geschichten ist Star Wars: Verlorene Welten von Claudia Gray, welche mit einem riesigen Maß an Nostalgie bei mir Punkten konnte. In Star Wars: Verlorene Welten begleiten wir über einen sehr langen Zeitraum (11 Jahre vor bis 5 Jahre nach der Schlacht von Yavin) zwei Protagonisten von ihrer Kindheit bis in die Ränge als imperiale Offiziere und darüber hinaus. Dabei lernen wir nicht nur die Protagonisten Ciena Ree und Thane Kyrell näher kennen, sondern werfen noch einmal einen Blick auf die zentralen Ereignisse der alten Star Wars Filmtrilogie, denn wir erleben noch einmal die Schlachten von Hoth und Endor hautnah mit.

Los geht es, wie könnte es in einem Star Wars Buch oder Film auch anders sein, auf einem Außenweltlerplaneten im Outer Rim, nämlich auf dem Planeten Jelucan, von welchem ich bis zu diesem Buch noch nichts gehört habe. Da kommt es letztlich aber auch gar nicht drauf an, da das Universum gigantisch ist und man eh nicht alles kennen kann. Jelucan ist ein frisch vom neu entstandenen Imperium besetzter Planet. Jelucan war bisher von keiner Bedeutung, weshalb die Aufmerksamkeit durch das Imperium in der Anfangszeit für große Euphorie sorgt und die Bürger des Planeten positiv auf das Imperium einschwört. So ergeht es auch den beiden Personen Ciena und Thane, welche sich durch eine zufällige Begegnung kennenlernen und ziemlich schnell anfreunden. Beide vereint u.a. die Begeisterung für das Imperium und die Leidenschaft für das Fliegen. Als beide auch noch persönlich Großmoff Tarkin treffen, ist es um sie geschehen und der Wunsch, ein Teil des Imperiums zu werden, hat sich in ihren Köpfen festgesetzt. Ein freundschaftlicher Wettstreit um die bessere Position im Imperium wird ihr zentraler Ansporn, wobei vor allem Thane im Verlauf der Geschichte feststellen muss, dass das Imperium nicht das ist, was es zu sein scheint. Wird die Euphorie für das Imperium überwiegen oder wird die Vernunft eines Tages Einzug halten und welchen Herausforderungen müssen sich beide Protagonisten über die Jahre hinweg stellen?

Wie der Titel des Franchise schon vermuten lässt, steht auch in Star Wars: Verlorene Welten, wieder der Krieg im Mittelpunkt. Zwar heißt die übergeordnete Reihe „Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht“, wo die erste Ordnung im Fokus steht, aber in diesem Buch geht es um den klassischen Konflikt Imperium vs. Rebellen. Allerdings hat man in Verlorene Welten einen Perspektivwechsel vorgenommen, denn man lernt die beiden Protagonisten kennen, die sich für das Imperium einsetzen und den Konflikt mit der Rebellenallianz auf eine komplett andere Art und Weise erleben. Dieser Perspektivwechsel hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich finde es toll, dass man so nicht nur mehr über das Imperium, sondern auch über die Ausbildung und die Beweggründe der Individuen erfährt, weshalb man sich so für das Imperium einsetzt. So hat mein ein deutlich besseres Bild der Gegenseite kennenlernen dürfen und man musste feststellen, dass es auch in diesem klassischen Konflikt nicht nur zwei unterschiedliche Seiten gibt, die man wie schwarz und weiß strikt voneinander trennen kann, sondern die Seiten ineinander verschwimmen und man im Verlauf, zumindest dieser Geschichte, nicht klar für eine Seite Partei ergreift, da beide Positionen ihre Argumente vertreten.

Darüber hinaus finde ich die Charaktergestaltung sehr gelungen. Durch den langen Zeitraum des Romans begleitet man vor allem die Protagonisten Thane und Ciena über eine wichtige Zeit ihrer Entwicklung und stellt dabei fest, dass beide eine ganz individuelle Sichtweise auf die Dinge des Universums haben und trotzdem gut befreundet sein können. Zudem ist ihre Entwicklung plausibel, wobei sie nichtsdestotrotz die zentralen Aspekte und Moralvorstellungen, die sie durch ihre frühe Erziehung durch ihre Eltern erfahren haben, niemals aus den Augen verlieren und das finde ich fantastisch. Aber auch ein wiedersehen mit bekannten Größen aus dem Star Wars Kosmos hat mir sehr gefallen und ich finde es großartig, wie es die Autorin geschafft hat, diesen neuen Handlungsstrang in die bereits aus den Filmen bekannte Erzählung einzubinden, ohne dass es zu irgendwelchen Logikfehlern kommt. Okay, ob die beiden Charaktere sich immer wieder bei den gleichen Schlachten des Star Wars Universums treffen, obwohl sie im Laufe der Geschichte an anderen Standorten eingesetzt werden, mag ich zwar bezweifeln, aber alles in allem konnte mich diese Handlung im Rahmen des tollen Star Wars Settings sehr überzeugen.

Fazit zu Star Wars: Verlorene Welten von Claudia Gray

Ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Abenteuer mit einem ausgesprochen hohen Nostalgiefaktor. Ein sehr empfehlenswerter und lesenswerter Star Wars Roman.

The Breakdown

Ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Abenteuer mit einem ausgesprochen hohen Nostalgiefaktor. Ein sehr empfehlenswerter und lesenswerter Star Wars Roman.
Handlung
Spannung
Charaktere
Sprache & Stil
Cover & Gestaltung
Pros
- Tolle Charakterentwicklung
- Gekonnt eingefangene Star Wars Atmosphäre
Cons
- Wenig neues aus dem Star Wars Kosmos

Weiteres

Star Wars: Verlorene Welten - Claudia Gray

Autorin: Claudia Gray
Übersetzung:
Verlag: Panini
Genre: SciFi
Preis: 12,99 € [Paperback] | ISBN-13: 978-3833231940
Einband, Umfang: Paperback, 416 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
Reihe:
Kaufen/Weitere Infos zum Buch: Amazon* | Panini Verlag | Detailseite auf Book Walk |

Über die Autorin

Claudia Gray lebt in New York und hat unter anderem als Anwältin und als Journalistin gearbeitet. Ihre Begeisterung für Architektur und Geschichte ließ sie in die Welt von Evernight einfließen. Sie liebt es zu reisen, zu wandern und – natürlich – zu schreiben.

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Quellenangaben

Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Star Wars. Verlorene Welten von Claudia Grey stammen vom Panini Verlag.
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