Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät. Und der Verrat lauert überall.

*Spoilerwarnung* Da sich diese Rezension mit der Fortsetzung des Romans Red Rising von Pierce Brown befasst, sind Spoiler zum Auftaktroman der Trilogie nicht ausgeschlossen. Wer Band 1 noch nicht gelesen hat, der sollte um diese Rezension fürs Erste einen Bogen machen.

Meine Meinung zu Red Rising 2 – Im Haus der Feinde von Pierce Brown

Red Rising 2 – Im Haus der Feinde von Pierce Brown, erschienen im Heyne Verlag, ist der zweite Roman der dystopischen Sci-Fi Trilogie Red Rising. Rund zwei Jahre sind seit dem ersten Roman Red Rising ins Land gezogen. Wir begleiten, wie wir es bereits aus dem Auftaktroman kennen, den jungen Protagonisten Darrow, welcher nach Abschluss an der Akademie auf dem Mars nun seine Ausbildung angetreten hat. Als Erzprimus am Institut des Mars und als Lanzenreiter des Hauses Augustus ist er sowohl daran interessiert, seine Kenntnisse in der Kriegskunst auszubauen und gleichzeitig das Vertauen, welches der Erzgouverneur des Mars Nero au Augustus, nicht zu enttäuschen. Diese Ausbildung trennt ihn zunächst von Mustang, führt ihn an entlegene Orte im Sonnensystem und ermöglicht die Stärkung bisheriger Bündnisse und die Erschließung neuer. Der Schnitter verliert dabei niemals sein übergeordnetes Ziel aus den Augen. Die Befreiung der Roten und des Mars. Doch sein Weltbild und sein Blick auf die Goldenen, die Herrscherklasse des Sonnensystems, wird stets aufs neue erschüttert und sein anfänglicher Hass beginnt zu bröckeln. Darrow ist dabei kontinuierlich von Konflikten, Kämpfen, Intrigen und Charakteren umgeben, egal, ob diese ihn Lieben oder am Ende doch verraten. Ein gefährlicher Kreuzzug zur Befreiung der Unterdrückten spitzt sich kontinuierlich zu und Verräter lauern an allen Fronten.

Gleich zu Beginn des Buchs fällt wieder einmal auf, wie komplett die Geschichte ist, die Pierce Brown erdacht hat. Der Horizont des Mars wird gleich zu Beginn der Fortsetzung durchbrochen und auf das komplette uns bekannte Sonnensystem erweitert. Es ist dabei echt erstaunlich, wie der Autor bei all den Monden, Planeten und mehr den Überblick behält und uns trotzdem eine plausible und durchaus realistische Welt präsentiert.

Trotz der Tatsache, dass es sich bei dieser Geschichte um einen Handlungsstrang handelt, der in weiter Ferne spielt und durch das Setting im Weltraum und im gesamten Sonnensystem angesiedelt ist und dadurch sehr Science-Fiction lastig angehaucht ist, kann die Reihe trotzdem durch seine Plausibilität und Seinen Realismus auf ganzer Linie bei mir punkten. Vielleicht liegt es daran, dass das skizzierte Szenario in ferner Zukunft liegt, aber ich habe die aufgezeigte Technologie und die Erschließung des Weltraums als nachvollziehbar und wirklichkeitsgetreu akzeptiert. Aber dies ist für mich noch lange nicht das erstaunlichste an dieser Geschichte, obwohl mir diese Tatsache bereits sehr gut gefallen hat und ich es spannend fand, ein so detailliert ausgearbeitetes Weltraumsetting zu entdecken.

Das Wichtigste an der Red Rising Trilogie ist meiner Meinung nach aber die breit aufgestellte Charaktervielfalt. Im Fokus der Fortsetzung Red Rising 2 – Im Haus der Feinde steht dabei nach wie vor der Protagonist Darrow, welcher sich durch seine vielschichtigen Konflikte mit und Beziehungen zu den anderen Charakteren auszeichnet und profilieren kann. Sei es die innige Freundschaft zu Roque, die romantische sowie respektvolle Beziehung zu Mustang oder der respektvolle Umgang zu Ragnar. Dies alles sind Schlüsselelemente in der Entwicklung des Protagonisten und im Fortschritt der Geschichte. Dabei konnte mich nicht nur die Vielschichtigkeit der Charaktere überzeugen, sondern haben auch die zahlreichen Wendungen, die gekonnt platzierten Cliffhanger und die atemberaubend spannende Geschichte ihren positiven Eindruck hinterlassen. Die Geschichte ist alles in allem kurzweilig und durchweg actiongeladen, doch wird mir leider etwas zu viel Gewalt und Konflikt auf die Tagesordnung gestellt, was den genialen Gesamteindruck etwas geschmälert hat. Dennoch ist auch diese Fortsetzung ein echter Meilenstein in der SciFi-Literatur, welcher durch ein fantastisches Hörbuch stimmig abgerundet wird.

Fazit zu Das Red Rising 2 – Im Haus der Feinde von Pierce Brown

Eine wahnsinnig komplex ausgearbeitete Fortsetzung, mit vielen Plot-Twists, miesen Cliffhangern und starken Protagonisten. Etwas schwächer als Band 1 – Red Rising – aber nichtsdestotrotz eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Die Red Rising Trilogie ist ein Meisterwerk und für jeden Dystopie & SciFi-Fan Pflicht!

The Breakdown

Eine wahnsinnig komplex ausgearbeitete Fortsetzung, mit vielen Plot-Twists, miesen Cliffhangern und starken Protagonisten. Etwas schwächer als Band 1 - Red Rising - aber nichtsdestotrotz eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Die Red Rising Trilogie ist ein Meisterwerk und für jeden Dystopie & SciFi-Fan Pflicht!
Handlung
Spannung
Charaktere
Sprache & Stil
Cover & Gestaltung
Erzähler (Hörbuch)
Pros
- Genial konstruierter Plot
- Komplex ausgearbeitete Charaktere
- Cliffhanger der miestesten Sorte
Cons
- Zum Teil etwas hektisch und unübersichtlich aufgrund der Großzahl an Details

Weiteres

Red Rising 2 - Im Haus der Feinde von Pierce Brown

Autor: Pierce Brown
Übersetzung: Bernhard Kempen
Verlag: Heyne
Genre: SciFi / Dystopie
Preis: 12,99 € [Paperback] | ISBN-13: 978-3453534421
Einband, Umfang: Paperback, 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2016
Reihe: 2/3
Kaufen/Weitere Infos zum Buch: Amazon* | Ronin Hörverlag | Heyne Verlag | Detailseite auf Book Walk |

Über den Autor Pierce Brown

Nach dem Collegeabschluss hätte Pierce Brown eigentlich nichts dagegen gehabt, seine Studien in Hogwarts fortzusetzen. Da es ihm dafür leider an der nötigen magischen Gabe fehlte, versuchte er es mit verschiedenen Jobs in der Medienbranche. Seine Red-Rising-Trilogie wurde ein so sensationeller Erfolg, dass Pierce Brown sich jetzt ganz dem Schreiben widmen kann. Der Autor lebt in L.A.

Communityumfrage zu Red Rising 2

Quellenangaben

Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Red Rising 2 – Im Haus der Feinde von Pierce Brown stammen vom Heyne Verlag.
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  • Hi Philip, ich kann dir da nur zustimmen, diese Buchreihe ist einfach gewaltig und komplex. Mir hat Teil 2 insgesamt etwas besser gefallen als der erste Band. Was ich hier toll fand, war, dass man diesmal einen besseren Eindruck bekommen hat wie groß das Herrschaftsgebiet der Goldenen eigentlich ist. Ach ja, und natürlich die krassen Wendungen, die kamen wirklich unerwartet. Schnapp dir schnell Teil 3, es war wirklich ein krönender Abschluss!