Rezension // Die Auslese – Nichts ist, wie es scheint


Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint von Joelle Charbonneau
Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint von Joelle Charbonneau

Sie ist bereit zu kämpfen – aber allein hat sie keine Chance …

Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?

Meine Meinung zu Die Auslese – Nichts ist, wie es scheint

Was war das damals für ein riesiger Hype um den ersten Roman dieser dystopischen Trilogie von Joelle Charbonneau. Bis auf wenige Ausnahmen war Band 1, Die Auslese – Nur die Besten überleben, für viele Bloggerinnen und Blogger das Jahreshighlight schlechthin. Bereits mit dem zweiten Roman relativierte sich diese Meinung bzgl. der Reihe etwas und jetzt zum Abschluss ist man auf dem Boden der Tatsache angekommen. Eine Reihe, die stark beginnt und absolut enttäuschend aufhört.

Natürlich versucht die Protagonistin Cia Vale, welche es nur mit Mühe und Not geschafft hat, die Auslese im ersten Roman der Trilogie zu überleben, dieses fürchterliche Auswahlverfahren für die zukünftigen Führungspersönlichkeiten des Landes, zu beenden. Dieser Kampf hat sich, nachdem sie ihre Erinnerungen an die Auslese wiedererlangt hat, intensiviert und die Suche nach Verbündeten und Lösungen geht unaufhaltsam voran. Cia wird immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und wird, auch wenn sie es gar nicht selbst wahrnimmt, weiterhin von einem Auswahlkommitte geprüft und beobachtet. Doch bevor es zum lange herbeigesehnten Shwdown kommen kann, muss sich Cia zahlreichen Hürden stellen, die es zu überwinden gilt. Die Uni wird immer schwieriger, die Proffessoren fordern sie mehr als alles andere und das Praktikum, welches sie bei der Präsidentin absolviert, hat auch einige Tücken zu bieten. So wird Cia u.a. in ein dunkles Geheimnis involviert, welches sie vor eine düstere und vor allem sehr gefährliche Aufgabe gestellt, die das Schicksal des neuen Staates inkl. der angeschlossenen Kolonien für immer verändern soll.

Was zunächst als eine vielversprechende Handlung mit einem Ausblick auf ein packendes Finale beginnt, entpuppt sich zu meinem großen Bedauern aber letztendlich als insgesamt große Nullnummer. Ich habe so das Gefühl, dass sich die Autorin nicht mehr sicher gewesen ist, in welche Richtung sich ihre Geschichte nach dem großen Auftaktroman, welcher von vielen als Panem Kopie verschrien worden ist, hinentwickeln soll. Zumindest macht dieser Abschluss diesen Eindruck auf mich, was für mich außerordentlich etntäuschend ist, da ich tatsächlich große Hoffnungen in diese Reihe gesetzt hatte. Die Story bleibt auf einem sehr geringen Spannungsniveau gepaart mit zahllosen unnötigen Längen und einem Finale, welches diesen Titel nur in gewisser Weise verdient und alles in allem sehr enttäuschend ist, gehetzt wirkt und nicht wirklich zufrieden stellt. Dazu kommt noch, dass sich die Protagonisten überhaupt nicht weiterentwickeln, sie tappen auf der Stelle, sind sehr naiv und stellen sich zum Teil deutlich blöder an als in den vorangegangenen Romanen obwohl man doch eigentlich annehmen sollte, dass sich diese aufgrund der erlebten Ereignisse haben weiterentwickeln können, oder?! Zudem ist durchgehend von zahlreichen Rebellengruppen, Verwandten etc. die Rede, von denen man entweder aus den vorangegagenen Romanen vergessen hat, dass sie existieren oder sie so oberflächlich behandelt werden, dass sie in der Bedeutungslosigkeit versinken. Bestes Beispiel hier ist für mich Cias Bruder Zeen, welcher oft erwähnt wird aber nie wirklichen Einfluss auf irgendetwas zu haben scheint. Ein Charakter ohne große Bedeutung für die Handlung so wie die Geschichte insgesamt auch keine wirkliche Handlung mehr für mich spielt.

Meine Auslese ist damit beendet und ich bin sehr glücklich, es gemeistert und vor allem überstanden zu haben. Großes Potenzial wurde hier einfach in den Wind gepustet.

Fazit zu Die Auslese – Nichts ist, wie es scheint

Langatmiger und zum Teil echt zäher Abschluss einer vielversprechenden Reihe, welche leider von Roman zu Roman schwächer geworden ist. Ein enttäuschendes Ende ohne echte Highlights oder sympatischer Charaktere.

[wp-review id=“4870″]

Weiteres

Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint von Joelle Charbonneau

Autorin: Joelle Charbonneau
Verlag: Penhaligon
Genre: Dystopie
Preis: 16,99 € [Buch] | 13,99 € [eBook] | ISBN-13: 978-3764531195
Einband, Umfang: Gebunden, im Schutzumschlag, 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2016
Reihe: 3 von 3
Kaufen: Amazon | Buchhandel.de | Mayersche

Über die Autorin

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.

Reiheninfo Die Auslese von Joelle Charbonneau

  1. Nur die Besten überleben
  2. Nichts vergessen und nie vergeben
  3. Nichts ist, wie es scheint

Quellenangaben

Der Klappentext und das Buchcover zum Buch Die Auslese – Nichts ist, wie es scheint stammen vom Penhaligon Verlag.

Previous Die 1. LitBlog Convention #LBC16 in Köln - Mein Rückblick
Next Rezension // Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun