[Rezension] Der letzte Krieger (David Falk)


Athanor ist der einzige Überlebende des Menschengeschlechts. In den Ruinen des Reiches Theroia, wo er vor den alles vernichtenden Drachenkriegen lebte, hausen nunmehr Orks, und die Wahrheit über seine Abstammung würde ihn überall den Kopf kosten. Als Händler zwischen den verfeindeten Völkern der Zwerge und Elfen verdient er sich seinen Lebensunterhalt und wird mehr und mehr in deren Machtkämpfe hineingezogen. Doch als sich Dunkelheit über das Land senkt und sich die Untoten aus ihren Gräbern erheben, wird ihm der Sinn seines Schicksals offenbar … David Falk liefert mit seinem High-Fantasy Debüt einen atemberaubenden Weltenentwurf.


© Piper Verlag

Titel: Der letzte Krieger

Autoren:  David Falk
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 16.07.2013
ISBN: 978-3492269254
Preis: 14,99 Euro
Format & Umfang: Kartoniert, 560 Seiten
Reihe:
Wertung: 4/5 Punkte

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Der letzte Krieger von David Falk ist zwar ein eigenständiger Roman und in sich abgeschlossen, birgt aber das Potenzial auf mindestens eine Fortsetzung. Zunächst aber wird der Leser gleich von Beginn an mitten ins Geschehen geworfen. In einem kleinen Gefecht trifft der vermeindlich letzte Mensch in dieser Fantasy-Welt Athanor auf eine Gruppe Orks und einige Elfen (u.a. Elanya und Davaron) wodurch man grob die Protagonisten dieses Romans kennenlernt.
Im Laufe der Handlung erfährt man Stück für Stück immer weitere Details über die Charaktere, wodurch man sie immer wieder in neuem Licht sehen wird.
Das kleine Scharmützel mit den Orks war nur der Auftakt einer sehr mitreißenden Geschichte. Als Händler für die Elfen soll Athanor sich nämlich mit den Zwergen gutstellen, was zu seinem Bedauern nicht ganz nach Plan laufen wird. Auf frischer Tat ertappt wird er auf eigenen Wunsch in einen verlassenen Stollen gesperrt und trifft dort auf eine noch nie dargewesene Gefahr für alle Völker und Länder dieser Welt. Eine überraschende, spannende und abwechslungsreiche Geschichte nimmt ihren Lauf.

Mir hat von Anfang an der direkte und mitreißende Sprach- und Erzählstil des Autoren sehr gut gefallen. Durch die gewählte Ich-Perspektive erlebt man die Handlung aus unterschiedlichen Sichtweisen, wobei der Schwerpunkt aber klar auf dem Krieger Athanor liegt. David Falk schafft es, dass man sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen kann, mit Athanor sympathisiert und die Elfen, vor allem durch Davaron, eher abstoßend und hinterhältig findet.

Darüber hinaus finde ich die Idee hinter der Handlung sehr interessant, da Sie einen spannenden Fantasyroman mit Anteilen eines Zombieabenteuers und einer Dystopie verknüpft, was mir bisher noch nicht untergekommen ist. Mich konnte diese Herangehensweise auf jeden Fall überzeugen. Die sich immer weiter aufbauende Spannung mit den vielen Höhen gepaart mit viel Witz und Humor konnte außerdem dazu beitragen, dass man als Leser das Buch kaum noch aus der Hand legen mochte, da man unbedingt wissen wollte, was es denn nun mit den merkwürdigen Vorkommnissen auf sich hat und wohin das alles führen wird.
Zudem hat mich die hohe Detailverliebtheit fasziniert. David Falk hat wirklich ein Auge für jedes noch so kleine Detail, wodurch die Welt besonders lebendig daherkam. Leider war mir die eine oder andere Beschreibung dann doch etwas zu langatmig, das aber nur nebenbei angemerkt.

Auf jeden Fall konnte mich Der letzte Krieger von David Falk insgesamt mehr als überzeugen. Eine toll konstruierte Handlung mit vielen liebevollen Details und größtenteils sympathischen Charakteren sorgen dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Sehr unterhaltsame Fantasy-Literatur, die unbedingt Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Gesamtpunkte: 4/5

Inhalt/Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Detailverliebtheit: 4/5
Cover: 4/5

Reiheninfo:

Zwar kann dieser Roman als abgeschlossen angesehen werden, nichtsdestotrotz wird es im kommenden Jahr einen weiteren Roman geben, der ebenfalls in dieser Welt angesiedelt ist. Eine inoffizielle Fortsetzung sozusagen.

Karte aus „Der letzte Krieger“:

© Timo Kümmel
Ich danke sowohl dem Autoren David Falk als auch dem Illustratoren Timo Kümmel und dem Piper Verlag für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieser wundervollen Karte.
 

Der Klappentext und das Buchcover stammen vom Piper Verlag. Ich bedanke mich rechtherzlich bei lovelybooks.de und dem Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar, welches ich im Rahmen einer Leserunde lesen durfte.