[Rezension] Elysion (Thomas Elbel)


Das Jahr 2135. Um ihr Überleben in einer verwaisten Metropole zu sichern, dealt die siebzehnjährige Cooper Kleinschmidt mit der Droge Teer. Eine Droge, die ihren Usern außergewöhnliche Kräfte verleiht und nur durch die Tötung eines Malach gewonnen werden kann, jener gottgleichen Wesen, die über außergewöhnliche Macht verfügen und im »Elysion« außerhalb der alten Städte leben. Als Cooper auf ihrer Jagd nach Teer auf einen Malach trifft, der ihr eine geheimnisvolle Botschaft übermittelt, beginnt für sie eine Reise durch eine zerstörte, gefährliche Welt, in der eine falsche Entscheidung das Ende bedeuten kann.

© Piper Verlag

Titel: Elysion

Autor: Thomas Elbel
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 12.03.2013
ISBN: 978-3492268813
Preis: 9,99 Euro
Format & Umfang: Taschenbuch, 480 Seiten
Reihe:
Wertung: 4/5 Punkte

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Elysion ist nach dem Debüt-Roman Asylon der zweite Roman des deutschen Autors Thomas Elbel. Wieder setzt er auf das Dark-Fantasy Genre, welches bereits sein Debüt so erfolgreich gemacht hat. Elysion ist dabei ein insgesamt spannender Genremix aus Dystopie und Fantasy.
Die Welt in Elysion ist nach einem verheerenden Bürgerkrieg zerstört und in zwei unterschiedliche Welten zerfallen. Auf der einen Seite gibt es das sogenannte Elysion, welches von einem skrupellosen und machtbesessenen Pontifex diktatorisch regiert wird. Dieses ist auf das Entwicklungslevel der Steinzeit zurückgefallen. Die Menschen leben im sich ständig weiter ausdehnenden Wald unter schlechtesten Bedingungen.
Auf der anderen Seite gibt es die übrig gebliebenene Ruinen der alten Städte, wo Gangs das Sagen haben und sich alles von Wert unter den Nagel reißen. In dieser Welt ist die siebzehnjährige Protagonistin Cooper aufgewachsen, welche zusammen mit ihren Freunden Stacy und Brent durch die Jagd auf Fantasywesen im Elysion, den Malachim, ihren Lebensunterhalt verdienen will, um in dieser rücksichtslosen Welt überleben zu können. Durch einen ungünstigen Zufall gerät sie an einen Malach und kommt einigen Geheimnissen auf die Spur, die zu einer packenden Reise voller Geheimnisse führt…
Die Charaktere sind dabei insgesamt interessant gestaltet, wodurch man sie, nach anfänglichen Schwierigkeiten, gut auseinanderhalten kann und ihre einzelnen Stärken und Schwächen und die Beziehungen zueinander gut versteht und nachvollziehen kann. Allerdings erscheinen sie mir leider etwas blass bzw. detailarm, wodurch die wirklichen Charaktereigenschaften nicht vollends zur Geltung kommen. Cooper ist dabei neben einem der Kontrahenten, McCann, hingegen durchaus gut gelungen, wodurch ich mich mit ihnen am ehesten identifizieren konnte.
Vor allem der interessante Genremix hat es mir in dieser Geschichte angetan. Ich mag sowohl Fantasyliteratur als auch Dystopien sehr gern, weshalb mir dieser Mix sehr gut gefallen hat. Zwar hätte der Fokus noch mehr auf den dystopischen Elementen liegen können, dem Ganzen tut dies allerdings auch so keinen Abbruch.
Die Handlung fand ich sehr überzeugend. Sie ist spannend, kann mit einigen interessanten Wendungen durchaus überzeugen und die Zusammenführung von einzelnen Handlungsträngen zu einem großen Ganzen, welches mit tollen Rückblicken gespickt ist, machen Lust auf mehr.

Der einfache Sprachstil und die packenden Schilderungen führen dazu, dass man sehr schnell in die Geschichte hineinfindet und Spaß an den Erlebnissen rund um Cooper finden kann.

Eylsion wird mit einem mitreißenden Ende gekrönt. Lediglich die etwas blassen Charaktere und die zum Teil doch vorhersehbare Handlung schmälern den Lesespaß etwas.

Mit Elysion ist Thomas Elbel ein mitreißender Mix aus Dystopie und Fantasy gelungen, welcher bei Fans dieser Genres unbedingt Beachtung finden sollte. Trotz etwas schwächerer Charaktere kann dieser Roman sehr überzeugen und wird für viel Lesevergnügen sorgen. Lesen!

Über den Autor:

© K4 Fotodesign

Thomas Elbel, Jahrgang 1968, aufgewachsen hinter den beschaulichen Kulissen Hildesheims, studierte Rechtswissenschaften, die bekanntlich dunkelste aller dunklen Künste, in Deutschland und den USA. Anschließend erlitt er einen jahrelangen Anfall beruflicher Gestaltwandelei. Als Anwalt, Syndikus, Doktorand, Dozent und schließlich Ministerialreferent versuchte er sich an der Stiftung maximalen Unheils, nur um sich am Ende vor seinen Verfolgern mit knapper Not in eine Professur zu retten. Unheilvolle Zukunftsszenarien von Blade Runner bis Matrix faszinierten ihn schon seit früher Jugend. Nachdem sein Plan, die Welt an den Rand des Abgrunds zu bringen, vorerst gescheitert ist, zerstört er sie jetzt von seinem Wohnort Berlin aus zumindest literarisch. »Asylon« ist sein Romandebüt.

Meine Rezension findet ihr u.a. auch auf:

Über eine positive Bewertung freue ich mich natürlich sehr!

Vielen herzlichen Dank an den Piper Verlag, Lovelybooks und natürlich den Autor Thomas Elbel selbst für dieses Rezensionsexemplar!

Der Klappentext, die Zitate und das Buchcover stammen vom Piper Verlag.

  • Stefanie und Kay Hasse

    Hallo Philip,

    das Buch hast du aus meiner Sicht unglaublich gut beschrieben! Mir hat Elysion auch echt gut gefallen. Ich glaube, dass ich das Erstlingswerk des Autors definitiv auch noch lesen werde!

    LG

    Kay

  • Vielen lieben Dank Kay für das tolle Feedback! 🙂

  • Stefanie und Kay Hasse

    Beim Lesen der Rezi hab ich mich absolut wiedergefunden 🙂 Mal sehen, vielleicht lesen wir Asylon ja gemeinsam!
    LG
    Kay