Rezension // Star Wars Dunkle Flut


Als Jedi-Ritter Jaden Korr ein Schiff voller Sith-Krieger angreift, entdeckt er eine Armee von geistig kranken und dadurch unkontrollierbaren Jedi-Sith-Klonen – das Ergebnis eines schrecklichen Experiments. Doch bevor Jaden sie unschädlich machen kann, entkommen einige der Klone. Ihm bleibt keine Wahl. Er muss sie aufspüren, um sie zu heilen – oder zu zerstören. Er ahnt nicht, dass sich Imperiale Agenten an seine Fersen heften, die im Auftrag ihres Meisters nicht nur die Klone in ihre Gewalt bringen sollen, sondern auch Jaden selbst …

Meine Meinung

Cover:

Das Cover finde ich soweit recht ansehnlich. Es zeigt den Hauptcharakter Jaden Korr mit seinem neuen, modifizierten Lichtschwert mit der nun gelben Klinge weshalb das Cover auch einen Bezug zur Geschichte hat und nicht einfach nur gut aussehen soll. Trotzdem hat es nicht unbedingt etwas markantes um im Gedächtnis hängen zu bleiben.
Da das Buch ein Taschenbuch ist darf man von dem Einband nicht allzuviel erwarten. Da es nach der Lektüre aber immer noch in einem guten Zustand ist und der Leserücken keine Knicke aufweist ist die Verarbeitung sehr zufriedenstellend.
Eher fragwürdig finde ich hingegen die Wahl des Titels. Zwar geht es in der Geschichte sehr stark um die dunkle Seite der Macht was mir trotzdem nicht die Bedeutung des Titels offenbart.

Charaktere:

Die Charaktere sind insgesamt leider viel zu oberflächlich wodurch es mir als Leser sehr schwer gefallen ist, mich in die einzelnen Figuren hineinversetzen zu können. Die Beschreibung der Menschen ist noch in Ordnung da jeder weiß wie ein mensch aussieht. Die anderen Rassen sind aber viel zu grob gehalten und werden eher nur beiläufig erwähnt. Negativ ist mir auch die Namensgebung der Charaktere aufgefallen, vor allem die der Klone. Okay, es sind zwar Klone, aber bessere Namen als Soldat, Anmut oder Seherin hätte man schon finden können! Auch wenn Luke Skywalker in dieser Geschichte einen Gastauftritt hat, hier hat man viel Potenzial liegen lassen um den Leser durch gute Charaktere an die Geschichte zu binden.

Inhalt:

Die Beschreibung der Geschichte von Dunkle Flut hatte mich gereizt und da ich den Charakter Jaden Korr aus den Computerspielen Star Wars Jedi Knight kannte, wollte ich wissen, wie es mit ihm nach der Geschichte der PC-Spiele weitergegangen ist.
Die Handlung beginnt mit einer Vorschau auf die Ereignisse, die kurz vor dem großen Finale stattfinden bevor es in der Handlung einen Sprung um zwei Tage in die Vergangenheit gibt um zu zeigen, wie sich die ganze Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt entwickelt hat. Dies finde ich schon ein sehr interessantes und gelungenes Mittel, um die Vorfreude auf das Finale zu schüren. Leider ist die Geschichte dann aber zwischenzeitig trotz des „geringen“ Umfangs von weniger als 400 Seiten eher schleppend und durchweg zu vorhersehbar. Viele Ereignisse konnte man schon vorher erahnen wodurch das Ende des Buches, welches zwar packend erzählt ist, an Reiz verliert. Die Tatsache, dass leichte Zombie-Elemente, der Tod von Hauptcharakteren und gefühlte Avatar-Parallelen in der Geschichte vorkommen, konnte trotzdem nicht dazu führen, dass man richtig warm mit der Geschichte wird. Es wurde das in der Geschichte vorhandene Potenzial leider nicht wirklich ausgiebig genutzt wodurch die Charaktere und die Handlung eher platt wirken und der Lesespaß zum Teil, trotz guter Passagen, auf der Strecke geblieben ist.

Fazit:

Trotz des Star Wars Universums für welches ich so schwärme und einer an sich netten Idee für eine gute Handlung konnte ich mich nicht wirklich in die Story hineinversetzen. Zu geringe Charaktertiefen und eine vorhersehbare Geschichte schmälern den Lesespaß an dieser Geschichte zu sehr um sie euch ohne Bedenken weiterzuempfehlen. Es wurde einfach zu viel Potenzial nicht genutzt.

Weiteres:

Star Wars: Dunkle Flut by Blanvalet Verlag

Autor: Paul S. Kemp
Verlag: Blanvalet Verlag
Genre: Science-Fiction / Star Wars
Preis: 12,00 € [Buch] | 9,99 € [eBook] | ISBN-13: 978-3442268856
Einband, Umfang: Taschenbuch, 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2012
Reihe:
Kaufen: Amazon | Thalia | Buchhandel.de | Decius | Blanvalet

Über den Autor:

Paul S. Kemp ist ein Autor bekannter Star-Wars– und Forgotten-Realms-Romane. Er arbeitet und lebt mit seiner Frau, seinen Zwillingen und mehreren Katzen in Grosse Pointe, Michigan.

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Quellenangaben:

Der Klappentext und das Buchcover stammen vom Blanvalet Verlag.

 

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  • DichterDenkerChaoten

    Wieder mal werde ich meinen Senf zu einer deiner Star Wars-Rezensionen dazugeben. (Auch wenn ich das Jaden-Korr-Doppel selbst noch rezensieren will. Zum Glück ist „Reviewer-Dibs“ keine echte Sache).
    Da du nicht hunderte SW-Romane gelesen hast, ist dir natürlich nicht aufgefallen, dass „Dunkle Flut“ einige Kontinuitäts-Fehler aufweist. Zum Beispiel ist die Funktionsweise der Lichtschwerter falsch. Sie ziehen ihre Energie nicht aus der Macht und erlöschen auch nicht in einem von der Macht abgeschnittenen Bereicht. Das sieht man zB in der Trawn Trilogie (nächstes Jahr in Jubiläums-Edition erscheinend btw.)
    Das eine Raumstation der Rakata vorkommt war eine Verschwendung. Daraus hätte man eine komplett eigene Geschichte machen können. Bis dahin war ich ja der Ansicht, bei „Mutter“ würde es sich um Abeloth handelt, die ja kurz darauf (Verhängnis der Jedi-Ritter Reihe) vorkommt.
    Übrigens wüsste ich gern was du beim Lesen über die Einen Sith um Darth Krayt, Darth Wyyrlok und co gedacht hast: Erwartes du sie bald danach als Hauptgegner wiederzusehen? (Spoiler: Sie sind die Schurken in den Legacy-Comisc, mehrere Generationen später.)

    • Moin,

      danke für deinen aufklärenden und ergänzenden Kommentar. Ich bin dir da immer wirklich dankbar da ich einfach viel zu wenig Star Wars Romane kenne um den Überblick zu haben was passt und was nicht.
      Ich fand ja diesen Roman ohne die ganzen Infos schon eher mäßig aber wenn da jetzt auch noch Fehler drin sind, hmm, echt doof gelaufen dann…

      Ich weiß nicht so wirklich was es mit den Einen Sith auf sich hat, hab da bisher auch noch nichts von gehört gehabt. Die beiden Sith die du erwähnst kommen nur sporadisch vor und haben kaum eine Funktion. Sie werden erwähnt aber das war es im Großen und Ganzen schon… Mag durchaus sein das die später wieder auftauchen da sie die Auftraggeber hinter dem ganzen waren aber was sie genau beabsichtigen ist schwammig und wird denke ich auf einen zweiten Teil hinauslaufen wo die beiden einen stärkeren Fokus erhalten. Meine Vermutung…