[Rezension] Star Wars – Planet der Verräter von Greg Bear


Planet der Verräter von Greg Bear ist nur eines von unzähligen Büchern rund um das sehr komplexe Star Wars Universum aus der Ideenschmiede von George Lucas. Da ich ein riesen Fan der Star Wars Saga bin, ich aber noch kein einzigen Roman gelesen hatte, wurde es mal Zeit damit anzufangen.
Planet der Verräter spielt zeitlich gesehen zwischen den beiden Filmen Star Wars Episode 1 – Eine dunkle Bedrohung und Episode 2 – Angriff der Klonkrieger.

Anakin Skywalker, mittlerweile drei Jahre der Padawan von Obi-Wan Kenobi, hat sich im Jedi-Tempel auf Coruscant mit der Macht vertraut gemacht und als einer der besten Schüler bewiesen doch ist er unaufmerksam, bastelt zu gern an Robotern herum und begibt sich in illegalen Rennen auf dem Stadtplaneten in Gefahr weshalb ihm Ärger vom Rat der Jedi droht. Um Anakin’s Gefühl für die Macht zu schulen, das Verantwortungsbewusstsein zu stärken und die Beziehung zu seinem Meister Obi-Wan zu festigen, werden er und sein Meister auf eine gefährliche Mission auf einen noch unbekannten Planeten geschickt um eigenartigen Gerüchten nachzugehen. Dabei geraten die Beiden in merkwürdige Rituale und unerwartete Gefahren…
Greg Bear legt in diesem Roman sehr viel Wert auf die geschilderten Details, z.B. die verschiedenen Wesen oder die wichtigen Details des Planeten Zonama Sekot, weshalb man sich gut in die von ihm geschilderte Star Wars Welt hineinversetzen kann. Die aus den Filmen bekannten Charaktere, vor allem Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, sind sehr gut getroffen, wodurch alles sehr vertraut wirkt. Der Aufbau der Geschichte ist durchaus gelungen, es gibt eine vernünftige und nachvollziehbare Entwicklung und man erkennt, weshalb das Eine zum Anderen führt.
Doch leider sind die Sprünge zwischen den einzelnen Charakteren etwas zu abrupt, ich zumindest hab teilweise den Überblick verloren wenn ich mal einen Tag nicht gelesen hab wodurch ich mich erst einmal wieder zurecht finden musste. Darüber hinaus liegt der Fokus des Romans hauptsächlich auf der Fertigung des mysteriösen Schiffs und nicht auf der Bedrohung des Planeten von Außerhalb, dem Verschwinden des Jedi-Ritters oder der Beziehung zwischen Obi-Wan und Anakin. Zwar ist es schon interessant, wie dieses Schiff hergestellt wird doch hab ich mir durchaus einen anderen Fokus erhofft. Die von mir erhofften Schwerpunkte kommen zwar auch vor aber leider viel zu knapp.
Insgesamt gerät in diesem Roman leider zu viel durcheinander, es gibt nichts prägnantes, das Ende kommt zu schnell und zu viele Fragen bleiben offen. Auch die Begegnung von Anakin mit dem aus dem Film Star Wars Episode 4 – Neue Hoffnung bekannten Charakter Tarkin finde ich sehr eigenartig, weil ich davon ausgegangen bin, dass sich die Beiden vorher nicht begegnet sind.
Die Grundidee und das Konzept des Romans finde ich zwar insgesamt in Ordnung doch leider wurde ein falscher Schwerpunkt gewählt und zu viele Fragen wurden offen gelassen, weshalb aus einem Roman mit Potenzial leider doch nur ein mittelmäßiger Roman geworden ist.
Ähnliche Literatur:
  • Die vielen offenen Fragen kommen daher, dass Planet der Verräter im Prinzip ein Prolog zu „Das Erbe der Jedi-Ritter“ ist, einer 19-teiligen Serie, in dem die Yuuzhan Vong (selten auch Far Outsiders genannt), die halbe Galaxis in schutt und Asche legen.

  • Philip

    Vielen Dank für den Hinweis. Dann muss ich mich der Reihe wohl mal widmen^^